Aktien Frankfurt: Keine Kraft für 25.000 Punkte - Inflationsdaten kein Treiber

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax fehlt am Dienstag die Kraft für einen Anstieg über die Marke von 25.000 Punkte. Auch eine hierzulande im Dezember stärker gesunkene Inflation als erwartet gab dem Leitindex am Nachmittag keinen Schub mehr. Zuletzt stand für den Dax ein Plus von 0,34 Prozent auf 24.954 Punkte zu Buche. Das Rekordhoch schraubte er derweil bis auf 24.969 Zähler hinauf.
Die 25.000er-Marke bleibt somit im Blick. Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr dank der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung gilt als Kurstreiber.
Der MDAX der mittelgroßen Werte legte am Dienstag um 0,22 Prozent auf 31.525 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone bewegte sich um seinen Vortagesschluss.
Der Angriff der USA auf Venezuela verunsicherte die Weltbörsen nicht. Am US-Aktienmarkt übertraf der Leitindex Dow Jones Industrial am Vortag sogar sein bisheriges Rekordhoch aus dem Dezember. Dabei hatten die Anleger vor allem auf Ölwerte gesetzt, die von einem möglichen Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie profitieren könnten. Zudem ist damit die Hoffnung auf sinkende Ölpreise verbunden, was wiederum gut wäre für die Weltwirtschaft, den Inflationsdruck mindert und weitere Zinssenkungen bedeuten könnte.
Am Aktienmarkt stehen Chipwerte in der Gunst der Anleger nach wie vor oben. Händler verwiesen auf einen verbesserten Ausblick des US-Konzerns Microchip Technology als weiteren Treiber für Titel aus dem Halbleitersektor. Infineon verteuerten sich hierzulande am Dienstag um 4 Prozent.
Daimler Truck (Daimler Truck) und TRATON gewannen angesichts positiver Branchensignale von US-Marktdaten ebenfalls teils mehr als 4 Prozent. Gefragt waren außerdem Aktien aus dem Pharma- und Medizintechnikbereich.
Adidas (adidas) rutschen nach einer pessimistischeren Einschätzung der Bank of America um fast 6 Prozent ab. Die Titel wurden gleich um zwei Schritte von "Buy" auf "Underperform" abgestuft. Für die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag (Brenntag SE) um 3,3 Prozent nach unten.
Hingegen verhalf eine positivere Sicht von Bernstein für TKMS (TKMS thyssenkrupp Marine Systems) den Aktien des Marineschiffbauers um 4 Prozent nach oben. Auch die Rheinmetall-Aktien (Rheinmetall) setzten ihren guten Lauf mit plus 1,1 Prozent fort und profitierten weiter von hoher geopolitischer Unsicherheit./ajx/mis
Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag