Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung - Meta Top, Microsoft Flop nach Zahlen
NEW YORK (dpa-AFX) - Trotz einer erneuten Flut von Geschäftszahlen ist an den US-Börsen weiter wenig Bewegung in Sicht. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn knapp 0,1 Prozent höher auf 49.050 Punkte.
Kaum mehr Dynamik zeichnet sich beim technologielastigen Auswahlindex NASDAQ 100 ab - ihn sieht IG 0,2 Prozent im Plus bei 26.064 Punkten. Hier standen deutliche vorbörsliche Kursgewinne des Social-Media-Konzerns Meta (Meta Platforms (ex Facebook)) klaren Verlusten beim Softwareriesen Microsoft gegenüber.
Es zeige sich einmal mehr, "dass wir kein einheitliches Wachstum für alle Technologieunternehmen sehen", kommentierte Rory McPherson, Chief Investment Officer bei Magnus Financial Discretionary Management. "Die Investitionsausgaben sind auf breiter Front gestiegen. Der Markt belohnt einfach die Fähigkeit, diese zu monetarisieren, während er Unternehmen, die dazu nicht in der Lage sind, mit Fragezeichen versieht."
Dass Meta mit dem Rückenwind eines boomenden Werbegeschäfts die Ausgaben für KI-Infrastruktur drastisch hochschraubt, zog die Aktien schon vor Handelsbeginn um mehr als 9 Prozent nach oben. Damit winkt ihnen der höchste Stand seit Ende Oktober. Zudem überzeugte Meta mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum.
Dagegen sackten die Microsoft-Titel nach der jüngsten Erholungsrally um 6,8 Prozent ab. Das Wachstum im vergangenen Geschäftsquartal fiel zwar stark aus, blieb aber hinter dem des Vorquartals zurück. Dazu kamen Sorgen über die stark gestiegenen Kosten und ein als mäßig aufgenommener Ausblick für das Cloud-Geschäft im laufenden Quartal.
Für die Aktien von Tesla ging es um 1,6 Prozent bergauf, obwohl das Unternehmen erstmals ein Jahr mit einem Umsatzrückgang abschloss. Nun schwört Konzernchef Elon Musk Tesla auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis ein. Die älteren Elektroauto-Modelle S und X werden eingestellt, um Kapazitäten für die Roboter-Produktion freizumachen. Sie begründeten einst den Ruf Teslas als Branchenpionier, wurden zuletzt aber kaum mehr ausgeliefert.
Mit einem vorbörslichen Kursplus von 8,4 Prozent nimmt IBM derweil sein Rekordhoch aus dem November ins Visier. Ein starkes Wachstum des Branchen-Urgesteins im Software- und IT-Infrastrukturgeschäft machte das träge Beratungsgeschäft mehr als wett.
Beim Halbleiterausrüster Lam Research ist nach der Zahlenvorlage mit plus 3,6 Prozent eine neue Bestmarke in Sicht. Die Aktien hatten schon zur Wochenmitte - ähnlich wie einige heimische Chipunternehmen - von erfreulichen Geschäftsberichten der ausländischen Branchenkollegen ASML und SK Hynix sowie des Chipherstellers Texas Instruments profitiert.
Zu einem Rekord reichen könnte es auch beim Baumaschinen-Spezialist Caterpillar, dessen Aktien sich um 1,3 Prozent verteuerten. Er erzielte sowohl im Schlussquartal als auch 2025 die höchsten Erlöse in der Unternehmensgeschichte. Dazu übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie - eine von Analysten besonders beachtete Kennziffer - die Erwartungen deutlich.
Für die zuletzt schwächelnden Titel des Chemiekonzerns Dow Inc (Dow) ging es nach Zahlen um weitere 2,1 Prozent bergab. Beim Lack- und Farbenhersteller Sherwin-Williams wurde der Umsatz- und Ergebnisanstieg von Aussagen in den Hintergrund gedrängt, dass sich die schwächere Nachfrage bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein fortsetzen sollte - die Aktien büßten 2,2 Prozent ein.
Dass die Fluggesellschaft Southwest Airlines mit ihren Quartalszahlen positiv überraschte, ließ die jüngst strauchelnden Papiere um 5,2 Prozent steigen. Beim Rüstungskonzern Lockheed Martin sorgten Zahlen und Ausblick für einen Kursanstieg von 3,8 Prozent, womit den Aktien ein Rekordhoch winkt./gl/jha/