06.06.2022 22:43

Elon Musk erwartet bereits 2023 selbstfahrende Tesla-Autos ohne Fahrer

Ambitionierte Ankündigung: Elon Musk erwartet bereits 2023 selbstfahrende Tesla-Autos ohne Fahrer | Nachricht | finanzen.net
Ambitionierte Ankündigung
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Selbstfahrende Autos, die keinerlei Aufsicht oder Eingreifen eines Fahrers benötigen, sind schon lang der Traum von Elon Musk und seinem Automobilkonzern Tesla. Nach Einschätzung von Musk soll der Traum nächstes Jahr nun endlich in Erfüllung gehen. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass der einfallsreiche Visionär damit falsch liegt.
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Elon Musk kündigt selbstfahrende Autos ohne Fahrer für Mai 2023 an
• Beta-Tests des "Full Self-Driving" laufen mit Teslas in den USA
• Musk hat in der Vergangenheit schon mehrmals selbstfahrende Autos falsch vorhergesagt

Elon Musk kündigt für nächstes Jahr selbstfahrende Autos an

Wie die Website "electrek" berichtet, hat Elon Musk bei einem Besuch in Brasilien zu Reportern gesagt, dass sein Unternehmen Tesla zur gleichen Zeit im nächsten Jahr selbstfahrende Autos ohne Fahrer haben wird. Eigentlich war der reichste Mensch der Welt in das südamerikanische Land gereist, um mit der lokalen Regierung im Rahmen einer Partnerschaft ein Programm zur Verbindung des Amazonasgebiets mit dem satellitenbasierten Internet Starlink von SpaceX zu starten. Trotz dieses Anlasses konnte es sich Musk aber offenbar nicht verkneifen, auch über die Pläne seines Automobilkonzerns Tesla zu reden. So habe er sich gegenüber Reportern zu der doch sehr ambitionierten und aufsehenerregenden Ankündigung hinreißen lassen, bereits ab ungefähr Mai 2023 selbstfahrende Autos auf den Markt zu bringen, die weder das Eingreifen noch die Aufsicht eines Fahrers benötigen. Die Einführung selbstfahrender Autos ist ein schon lang verfolgtes Ziel von Tesla, welches aber immer wieder Probleme bereitet.

Beta-Tests laufen in den USA

In den USA testet Tesla schon seit längerer Zeit seinen "Full Self-Driving"-Service" (FSD) als Beta-Version in seinen Autos. Dieser Dienst habe zwar alle Funktionen, um das Fahrzeug komplett selbstständig fahren zu lassen, jedoch versagen die Systeme oft, sodass das wachsame Auge eines Fahrers immer noch gefragt ist. Jederzeit muss bei der Nutzung des FSD eine Person am Steuer sitzen, die die Fahrt kontrolliert und in das Geschehen eingreifen kann. Laut der Internetseite "mobiFlip" befinde sich Tesla deshalb mit seiner Beta-Version noch auf Level vier des selbstständigen Fahrens. Level fünf seien tatsächlich selbstfahrende Autos, die keinen Fahrer von A nach B benötigten und zum Beispiel per App gerufen werden könnten. Dass Tesla es binnen eines Jahres schafft, über Tests und die Sammlung von Daten ihrer FSD-Beta-Flotte die neuronalen Netze der Technologie dermaßen zu verbessern, um ab Mai 2023 selbstfahrende Autos des Levels fünf anzubieten, bleibt zu bezweifeln. Besonders, da Tesla-Chef Elon Musk in der Vergangenheit schon öfter hochtrabende Ankündigungen machte und seine selbst gesteckten Zeitpläne dabei regelmäßig nicht einhielt.

Musk würde sich nicht zum ersten Mal irren

Eine recht berühmte Ankündigung von Elon Musk war, dass Tesla bis 2020 eine Million selbstfahrender Robotaxis auf die Straßen bringen werde. Seit der Ankündigung wurde das Jahr auf 2021 und anschließend auf 2022 nach hinten verschoben. Nun, im Jahr 2022 angekommen, sind immer noch keine Robotaxis auf den Straßen unterwegs. Um aber nicht ganz ohne Erfolg dazustehen, änderte Musk sein Ziel einfach schnell in eine Million Menschen in FSD-Beta-Fahrzeugen bis Jahresende um, wie electrek berichtet. Zwischen einer Million Robotaxis und einer Million Menschen in selbstfahrenden Autos des Level vier, welche obendrein immer noch fehlerhaft sind, liege allerdings ein gewaltiger Unterschied. Musk ist aber offenbar keine Person, die sich durch die Fehleinschätzung bei einer Vorhersage vom Glauben an andere Prognosen abbringen lässt. Dabei hatte er erst kürzlich electrek zufolge selbst zugegeben, dass es schwierig sei, Lösungen für selbstfahrende Autos vorherzusagen. Ein recht paradoxes Zugeständnis, wenn man sich doch vor Augen hält, dass der Tesla-Chef kaum eine Gelegenheit auslässt, um neue vielversprechende Ankündigungen mit engen Zeitplänen zu verlautbaren. Nach Einschätzungen von mobiFlip, deute die aktuelle Entwicklung nicht darauf hin, dass im Mai 2023 ein Model 3 selbstständig von A nach B fahren könnte. Zumindest nicht im öffentlichen Verkehr, worum es bei den selbstfahrenden Autos schließlich gehen sollte. Demnach sieht es allem Anschein nach so aus, als ob sich Elon Musk erneut zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Nicolas Flohr / Redaktion finanzen.net

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