Aumann: Mut für neue Wege
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Die Gemengelage im Maschinenbau bleibt laut dem VDMA auch 2026 schwierig. Dem Maschinenbauer Aumann könnte ein weiteres Übergangsjahr drohen.
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Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. berichtet für November 2025 von einer Erholung der Auftragslage bei den heimischen Maschinenbauern. Demnach sind die realen Bestellungen gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gestiegen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet: Von Januar bis einschließlich November 2025 ist dies jedoch lediglich eine Stagnation. Für 2026 bleibt der Verband daher pessimistisch und rechnet nicht mit einer Erholung der Aufträge auf breiter Front.
Suche nach der Sonderkonjunktur
Für Aktionäre, die Aktien von Unternehmen aus dem Maschinenbau halten, ist das zunächst keine gute Nachricht. Pauschal Maschinenbauer zu meiden, dürfte jedoch der falsche Weg sein. Vielmehr lohnt der Blick ins Detail: Aumann beispielsweise hat mit effizienteren Geschäftsprozessen und einer Expansion in neue Geschäftsfelder auf die Maschinenbau-Flaute reagiert. Strategisch arbeitet das Management daran, Automatisierungslösungen abseits der E-Mobilität weiter auszubauen. Dazu gehören etwa die Luft- und Raumfahrt sowie der Bereich Life Science.
Stark rückläufige Neunmonatszahlen
Beim Blick auf die Q3-Zahlen 2025 ist davon noch nicht viel zu sehen. Der Umsatz sank um über 32 Prozent auf knapp 158 Mio. Euro und das Nettoergebnis verminderte sich um 34 Prozent auf gut 10 Mio. Euro. Dennoch dürfte im Gesamtjahr ein Gewinn je Aktie von rund 1 Euro hängenbleiben, woraus sich ein KGV von gerade einmal gut 12 ableitet.
Fazit
Richtig interessant wird die Aktie erst, wenn wieder Umsatz- und Ertragswachstum in Sicht kommen. Ob das schon 2026 der Fall sein soll, wird das Management wohl erst am 31. März bei Vorlage der Jahreszahlen 2025 verkünden. Ohne zukünftiges Wachstum ist jedoch auch ein günstiges KGV ein Muster ohne Wert. Sobald die Strategie des Managements aber greift und nennenswerte Aufträge außerhalb der E-Mobilität eingefahren werden, steht das Papier vor einer Neubewertung.
Viel freundlicher sehen hingegen die Wachstumschancen der Pyrum Innovations AG aus. Das Unternehmen hat zuletzt mit der Gründung eines Joint Ventures seine Wachstumsbasis weiter verbreitert und die Voraussetzungen für eine beschleunigte Skalierung seines Geschäftsmodells verbessert: zum Artikel
Nicht so wachstumsstark wie Pyrum, dafür aber bereits etabliert, stabil, hochprofitabel und sehr cashflowstark ist hingegen das Geschäftsmodell des Softwareherstellers B+S Banksysteme. Zudem ist die Aktie noch günstig bewertet: zum Artikel
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