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25.01.2019 08:02
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Diese Bereiche stehen im neuen Jahr im Fokus

Ausblick 2019: Diese Bereiche stehen im neuen Jahr im Fokus | Nachricht | finanzen.net
Ausblick 2019
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Das turbulente Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. Mit Spannung wird auf 2019 geschaut. Natürlich ist es unmöglich zu wissen, was die Zukunft bringt. Trotzdem haben einige Wirtschaftsanalysten ihr Glück versucht und die - ihrer Meinung nach - wichtigsten Trends fürs neue Jahr formuliert.
Ein bewegtes Jahr geht zu Ende und mit Spannung wird 2019 erwartet. Und obwohl die Zukunft ungewiss ist, sind sich Finanzexperten über viele Tendenzen im neuen Jahr einig. Und auch einiges, was dieses Jahr schon von Interesse war, bleibt es auch im nächsten Jahr.

Entwicklung im Euroraum und in der Welt

Viele der Konfliktherde, die schon die Anleger im letzten Jahr verunsicherten, sind auch im neuen Jahr noch nicht aus der Welt geschafft. Im Ausblick der LBBW wird allerdings zu vorsichtigem Optimismus aufgerufen: "Der Euroraum wird zu Beginn des anbrechenden Jahres fünf Jahre Aufschwung hinter sich haben. Vieles spricht dafür, dass ein sechstes Jahr hinzukommen wird, aber: Die Risiken nehmen zu". Für den Euroraum sind solche Risiken vor allem der Brexit, sowie die Haushaltspolitik Italiens, die laut Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners "das Potenzial und die notwendige Sprengkraft, eine Eurokrise 2.0 auszulösen" habe. Für die Weltwirtschaft prognostizieren die Marktexperten der Landesbank ein Wachstum von 3,7 Prozent. Allerdings dürfe sich die Wirtschaft in Industriestaaten graduell abschwächen. Gleichzeitig könne die Volatilität an den Märkten auch im neuen Jahr hoch bleiben, da es keine globale Abstimmung in Sachen Geldpolitik oder Wachstum gäbe, so Portfoliomanagerin Karin Watkin vom Asset Manager Alliance Bernstein im Ausblick für 2019. "Diversifikation und die Erschließung neuer Ertragsquellen" würden aus diesem Grund dieses Jahr von großer Bedeutung sein.

Handelskonflikt zwischen den USA und China

Der Handelsstreit zwischen China und den USA hat bereits dieses Jahr für allerhand Verunsicherung an den Märkten gesorgt. Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg sieht im nächsten Jahr noch keine Entspannung kommen: "Nach dem Ablauf der auf dem G20-Gipfel verabredeten 90-tägigen Schonfrist droht im Frühjahr 2019 eine Verschärfung des Handelskonflikts mit noch höheren US-Strafzöllen auf noch mehr chinesische Produkte". Sollte seine Vermutung eintreffen, dürften die Anleger auch im nächsten Jahr zögerlich bleiben. Optimistischer geben sich die Finanzexperten der LBBW in ihrem Kapitalmarktausblick: "Unser Hauptszenario lautet, dass es im Handelsstreit letztlich zu einer Einigung kommen wird". Schlussendlich könne niemand voraussehen, welche Länder durch den Konflikt beeinträchtigt wären. Weiter heißt es, dass "eine solche Eskalation auch nicht im Interesse der US-Wirtschaft läge", so die LBBW.

Brexit im März 2019

Ein weiteres Thema, dass schon dieses Jahr den Alltag dominiert hat und auch im neuen Jahr noch an Bedeutung gewinnen wird, ist der Brexit. Ob und auf welche Art Großbritannien die EU verlassen wird, bleibt weiterhin unklar. Hierfür hat die Landesbank Baden-Württemberg drei verschiedene Szenarien zusammengestellt. Zum einen könnte es zum sogenannten "Soft-Brexit" kommen, bei dem das Vereinigte Königreich nach einer Übergangsphase die EU verlässt, allerdings uneingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt erhält. Ein zweites Szenario ist der "harte Brexit", das heißt ein Austritt Großbritanniens aus der EU ohne jegliches Abkommen. Sollte dieser Fall eintreten, würden sich der Handel zwischen und der EU und dem Inselstaat an den Richtlinien der WTO orientieren. Am wahrscheinlichsten halten es die Marktexperten der LBBW allerdings, dass sich die Europäische Union und das Vereinigte Königreich doch noch einig werden. So werde nach dem Austritt im März dieses Jahres eine 2-jährige Übergangsphase vereinbart, an die sich der Abschluss eines Freihandelskommens anschließe. Dieses Hauptszenario bewertet die Landesbank mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent.

Schwellenmärkte im Aufschwung

Die Entwicklung der Schwellenländer, insbesondere in Asien wird im neuen Jahr vor allem durch den weiteren Verlauf des Zollstreits zwischen den USA und China bestimmt werden. Dennoch sehen Marktanalysten hier für 2019 großes Potential: "Trotz der Korrektur im Jahr 2018 wird der asiatische Aktienmarkt weiterhin gut unterstützt durch das solide Gewinnwachstum", so Investmentstratege Min Feng von Nomura Asset Management Deutschland. Des Weiteren seien asiatische Aktien oft niedriger bewertet, als die von Industrienationen. Und das obwohl Unternehmen aus Fernost 2019 ihre Gewinne mehr steigern dürften als Industrienationen, so Ming. Auch Stefan Scheurer von Allianz Global Investors sieht mehr Chancen als Risiken: "Während Schwellenländer als Ganzes noch moderat bewertet sind, sind asiatische Länder wie Malaysia, China oder Korea zuletzt sogar attraktiver geworden". Auch die jüngste Fed-Ankündigung ein "neutrales Niveau" erreichen zu wollen, könnte sich positiv auf die Schwellenländer auswirken, da dort Anleihen oft in US-Dollar notieren und von einem schwachen Dollar und niedrigeren Zinsen profitieren würden.

Mögliches Gold-Comeback

Anleger, die dieses Jahr auf den Rohstoff Gold gesetzt haben, hatten es oft nicht leicht. Dies könnte sich im nächsten Jahr laut verschiedenen Goldexperten ändern. Bart Melek, Chefstratege von TD Securities, ist sich sicher: "Viele der Faktoren, die dazu geführt haben, dass Gold wenig Interesse bei den Anlegern findet, werden sich umkehren". Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg sieht hier vor allem die Fed im Fokus: "Die Goldpreisentwicklung 2019 dürfte wesentlich von der Geldpolitik der Fed bestimmt werden". So könne auch hier der Goldpreis von einem schwächeren Dollar und niedrigeren Zinsen profitieren. Goldman Sachs hingegen nennt in ihrem Ausblick die künftige Entwicklung der US-Wirtschaft als treibende Kraft hinter dem Goldpreis: "Wenn sich das US-Wachstum im nächsten Jahr wie erwartet abschwächt, würde Gold von höherer Nachfrage nach defensiven Anlagen profitieren". Auch mit Blick auf den ungewissen Ausgang des Handelskonflikts zwischen den USA und China könnte Gold als sicherer Hafen ein Comeback hinlegen, da es traditionell gerade dann an Beliebtheit gewinnt, wenn bei Anleger verunsichert sind und es am Aktienmarkt bergab geht. Da der Goldmarkt oft starken Kursschwankungen unterliegt, sollten Anleger beim Goldkauf verschiedenen Finanzprofis zufolge trotzdem Vorsicht walten lassen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: microstock3D / Shutterstock.com, Joe Techapanupreeda / Shutterstock.com
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