B+S Banksysteme: Stabilität mit Bewertungsfantasie

08.01.26 16:36 Uhr

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Die B+S Banksysteme AG steht für ein außergewöhnlich stabiles Geschäftsmodell mit hohem Anteil wiederkehrender Erlöse. Die Bewertung bleibt günstig, während die anstehenden Halbjahreszahlen neue Impulse liefern könnten.

Werte in diesem Artikel

Die B+S Banksysteme AG ist als spezialisierter Anbieter von Bankensoftware seit vielen Jahren fest im Markt für mittelgroße Institute in der DACH-Region verankert. Wartungs-, Hosting- und Serviceerlöse dominieren das Geschäftsmodell und sorgen für hohe Planbarkeit. Diese Struktur federt die zyklischen Schwankungen des Projektgeschäfts ab und erweist sich gerade in einem von Konsolidierung geprägten Bankenmarkt als klarer Vorteil.

Bewährte Ertragskraft und starke Cashflows
Nach der Überwindung einer Schwächephase hat B+S in den letzten beiden Jahren mit starken Zahlen überzeugt, insbesondere mit hoher Profitabilität und sehr starker Cashflow-Generierung. Dies stärkte zusätzlich die ohnehin solide Bilanz, die mit hoher Liquidität und Eigenkapitalquote finanzielle Robustheit ausstrahlt und dem Unternehmen Handlungsspielräume für Investitionen und Produktentwicklung verschafft.

Solider Jahresauftakt, aber begrenzte Aussagekraft
Auch das erste Quartal 2025/26 verlief operativ überzeugend. Der Umsatz legte spürbar zu, das EBIT konnte im Vorjahresvergleich um gut 16 Prozent gesteigert werden. Dennoch gilt bei B+S: Q1 ist traditionell das schwächste und zugleich am wenigsten aussagekräftige Quartal. Entsprechend vorsichtig sind diese Zahlen einzuordnen und liefern eher eine Bestätigung der grundsätzlichen Ertragsqualität als eine belastbare Trendindikation.

Halbjahreszahlen stehen an
Einen belastbareren Einblick in die Geschäftsentwicklung und damit auch stärkere Impulse für die Aktie könnten die für Mitte Februar angekündigten Halbjahreszahlen bringen. Angesichts der Tatsache, dass der Vorstand erfahrungsgemäß zu vorsichtigen Prognosen neigt und die Messlatte für das laufende Jahr mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau sowie leicht steigenden Kosten nicht allzu hoch angesetzt hat, erscheint die Wahrscheinlichkeit für eine positive Überraschung durchaus gegeben.

Niedrige Bewertung
Doch selbst auf Basis der letztjährigen beziehungsweise gleichbleibenden Zahlen ist die Aktie von B+S mit einem KGV von unter 10 sehr niedrig bewertet. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis liegt sogar bei lediglich 3,8. Dass sich darin auch die vergleichsweise hohe Abhängigkeit von einzelnen Kunden sowie die nur moderate Dynamik im Neugeschäft widerspiegeln, ist unbestritten. Angesichts der ausgeprägten Ertragsstabilität und der Cashflow-Stärke wirkt die Aktie dennoch günstig. Dies gilt umso mehr, als das Produktportfolio in den vergangenen Jahren konsequent erweitert und technologisch modernisiert wurde, was die Wettbewerbsposition stärkt und in Einzelfällen bereits die Ablösung von Konkurrenzprodukten ermöglicht hat.

Fazit
Die anstehenden Halbjahreszahlen könnten bereits einen Hinweis darauf liefern, ob die Ergebnisprognose – wie im Vorjahr – übertroffen wird. Wer darauf setzen möchte, kann sich bereits im Vorfeld positionieren, zumal die Abwärtsrisiken angesichts der Bewertung und der sehr soliden Bilanz begrenzt erscheinen.

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