Hier stimmt was nicht! Hola bei spanischen Medienaktien

Die Krise in Griechenland ist erst einmal gelöst. Von der Einigung dürfte vor allem Spanien profitieren.
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von Jörg Lang, Euro am Sonntag
Das Land ist nun die Sorge los, dass eine Eskalation bei den Griechen auf die iberische Halbinsel abstrahlt und die Fortschritte ausradiert. Das Land hat seine Hausaufgaben nämlich gemacht. Mit den eigenen Banken führte das Land ein hartes Regime und neue Gesetze bewirkten, dass die Produktivität anstieg. Eine höhere Beschäftigung und die niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass auch die Immobilienpreise, deren Verfall die Krise auslöste, aus dem Tal kommen. Das schafft Raum für höhere Wachstumsraten.
In diesem Umfeld werden vor allem Firmen profitieren, die in der Binnenwirtschaft aktiv sind. Bei Analysten werden primär Banken wie Bankia oder Banco Popular als Gewinner favorisiert, weil sich deren Kreditbuch verbessern müsste. Kann sein. Aber die Titel sind gemessen am Buchwert nicht mehr preiswert.
Mehr Potenzial bieten Medienfirmen. Entwickelt sich die Konjunktur besser, sprudeln die Einnahmen aus Werbung reichlicher. Weil Fixkosten stabil bleiben, explodieren Gewinne. Wie das wirkt, zeigt etwa Mediaset España, der Nummer 1 im Free-TV. Der Umsatz legte im ersten Quartal um zehn Prozent zu. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um mehr als 70 Prozent. Und auch im zweiten Quartal ist der TV-Werbemarkt um mehr als acht Prozent gestiegen.
Das hilft auch Atresmedia, der Nummer 2 im werbefinanzierten Fernsehmarkt. Würden sich die Werbeeinnahmen auch nur annähernd Richtung Vorkrisenniveau bewegen, dürften sich die Gewinne des Unternehmens noch einmal mehr als verdoppeln. Dieses Potenzial haben auch das Medienkonglomerat Prisa und der Verlag Vocento. Dabei hat vor allem Vocento viel aufzuholen.
Als das Unternehmen 2006 an die Börse kam, erlöste es 900 Millionen Euro und war mehr als 1,8 Milliarden Euro wert. Dann ist der Umsatz auf 500 Millionen geschrumpft, der Börsenwert hat sich fast geneuntelt. Bei nun deutlich anziehenden Erlösen ist es nicht die Frage ob, sondern nur wie viel Spaniens größter Verlag gewinnen wird.
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