BayWa: Wird der Cefetra-Verkauf zum Gamechanger?

12.01.26 12:24 Uhr

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Das Stühlerücken im Vorstand der BayWa löst keine existenziellen Probleme, es erleichtert aber möglicherweise den weiteren Sanierungsprozess. Dennoch bleibt das Papier zunächst eine heiße Wette – mit den entsprechenden Risiken.

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Die Ankündigung des Aufsichtsrats der in der Sanierung befindlichen BayWa, ergebnisoffen über die künftige personelle Zusammensetzung des Vorstands zu entscheiden, deutete die Richtung bereits an. Wenige Tage später wurden Fakten geschaffen: CEO Frank Hiller scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus, sein Dienstverhältnis endet am 31. Juli 2026.

Alle an einem Strang

Im Rahmen umfangreicher Sanierungsprozesse ist es nicht unüblich, dass Gläubiger ihre Zusagen an Personalentscheidungen knüpfen. Ob dies auch im vorliegenden Fall zutrifft, ist nicht bekannt. Als offizieller Grund wurden jedoch Unstimmigkeiten über den weiteren Fortgang der Sanierung genannt – und Querelen auf höchster Ebene kann das Unternehmen derzeit ganz sicher nicht gebrauchen.

Cefetra-Verkauf vor Abschluss

Zudem deutet vieles darauf hin, dass BayWa einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen der Sanierung machen könnte: Ein Konsortium aus mehreren namhaften Investoren hat einen Kaufvertrag über sämtliche Anteile an der BayWa-Tochter Cefetra Group B.V. unterzeichnet. Allerdings ist Vorsicht geboten: Ein Verkauf von Cefetra war bereits im Oktober schon einmal gescheitert.

Fazit

Kommt der noch unter diversen Prämissen stehende Cefetra-Deal planmäßig zustande, wäre dies ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Analysten von Baader Helvetia Equity Research empfehlen die Aktie unverändert mit einem Kursziel von 6 Euro zum Kauf. Wie bei allen riskanten Wetten steht einem hohen Gewinnhebel im Erfolgsfall jedoch auch ein entsprechend hohes Risiko bei einem Scheitern gegenüber.

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