Möbelkonzern Steinhoff: Die Kräfte schwinden

Die Ratingagentur Moody’s hegt zunehmend Zweifel an der Finanzkraft der Poco-Mutter Steinhoff.
von Redaktion €uro am Sonntag
Die Bonitätswächter senkten das Rating des deutsch-südafrikanischen Möbelkonzerns um drei Stufen und prüfen eine weitere Herabstufung. Damit sehen sie ein hohes Ausfallrisiko bei Krediten. Die Liquidität könnte schon bald nicht mehr ausreichen, um das Europageschäft am Laufen zu halten, warnte Moody’s. Für den von einem Bilanzskandal erschütterten Konzern könne es angesichts der laufenden Untersuchungen schwierig werden, fällig werdende Schulden zu refinanzieren oder zurückzuzahlen.
Die Aktien des Möbelhändlers beeindruckte die Moody’s- Schelte kaum. Sie gehörten mit einem Kursplus von zeitweise vier Prozent am Donnerstag und Freitag zu den größten Gewinnern im Nebenwerte-Index MDAX. Mit 0,317 Euro kosten die Papiere aber immer noch rund 90 Prozent weniger als zu Monatsbeginn.
Gegen Steinhoff laufen in Deutschland bereits seit zwei Jahren Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen. Wegen der Vorwürfe hatte der Möbelkonzern zuletzt die Veröffentlichung von Geschäftszahlen verschoben.
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Bildquellen: Steinhoff International Holdings N.V.