Brenntag: Noch nicht ausgereizt
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Die Aktie von Brenntag hat das Jahreshoch bei rund 59 Euro nicht verteidigen können. Der Schritt zurück könnte jedoch auch der Anlauf für den nächsten Sprung sein.
Werte in diesem Artikel
Getrieben von positiven Analystenkommentaren zur Chemiebranche hat die Aktie von Brenntag Anfang Februar die 200-Tage-Linie bei gut 53 Euro im Handstreich genommen und ist in der Spitze auf rund 59 Euro geklettert. Auf genau diese Chartkonstellation hatten wir rechtzeitig an dieser Stelle hingewiesen.
Gesunde Verschnaufpause
Im Bereich zwischen 60 und 62 Euro befindet sich ein Widerstand im Jahreschart. Die leichte Konsolidierung von rund 59 Euro zurück auf unter 57 Euro auf Schlusskursbasis dürfte dieser Hürde geschuldet sein. Gelingt es in einem neuen Schub, das Februar-Hoch bei 59 Euro zu übertreffen, dürfte der nächste Halt dann bei rund 62 Euro erfolgen.
Do it like Wacker
Die berechtigte Frage lautet allerdings, welcher Impuls denn nun für den notwendigen Schub bei der Aktie sorgen könnte? Positive Unternehmensnachrichten können zwar nicht ausgeschlossen werden, sind derzeit jedoch eher unwahrscheinlich. Zur Erinnerung: Bei Wacker Chemie sorgten vorläufige Geschäftszahlen für einen Kursdämpfer – den Anleger dann aber zum Einstieg nutzten, woraufhin das Papier kräftig anzog.
Fazit
Wenn Brenntag am 12. März die Zahlen für 2025 vorlegt und den Ausblick für 2026 nennt, sollten die Erwartungen besser nicht zu hoch gehängt werden. Andererseits könnten neue Konjunkturhoffnungen dem zyklischen Wert weiteren Rückenwind verleihen. Zudem hat Großaktionär Klaus-Michael Kühne (zuletzt gemeldet: 20,1 Prozent) angekündigt, gegebenenfalls weitere Brenntag-Anteile zu erwerben. Zu beachten ist aber, dass der Gesamtmarkt momentan von der Geopolitik, zeitweise aufflammenden KI-Sorgen und natürlich von der Zinspolitik der US-Notenbank geprägt ist.
Auf den Konjunkturaufschwung kann man auch bei Gesco setzen. Derzeit lockt die Aktie noch mit einer ausgesprochen niedrigen Bewertung, in der sich die Konjunkturflaute der letzten Jahre widerspiegelt. Sollte sich die Industriekonjunktur, wie zuletzt verstärkt angedeutet, tatsächlich erholen, dürfte Gesco davon deutlich profitieren – was in der Aktie noch nicht eingepreist ist: zum Artikel
Überzeugendes gibt es auch von dem Softwarespezialisten B+S Banksysteme, der mit seinen Halbjahreszahlen zu gefallen weiß. Bei zweistelligem Wachstum und einer zweistelligen Marge bietet die niedrige Bewertung hier viel Kursfantasie: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 17.02.26 um 13:58 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.438 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 14.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
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