dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.01.2026 - 17.00 Uhr
ROUNDUP: US-Wirtschaft wächst so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr
WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat im Sommer etwas stärker als erwartet Fahrt aufgenommen und ist so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 4,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag laut einer zweiten Erhebung in Washington mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Wachstum von 4,3 Prozent ermittelt worden. Dies ist das stärkste Wachstum seit dem dritten Quartal 2023. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft um 3,8 Prozent gewachsen.
USA: Private Einkommen steigen etwas weniger als erwartet
WASHINGTON - In den USA sind die privaten Einkommen im November etwas weniger gestiegen als erwartet. Zum Vormonat legten sie um 0,3 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Die privaten Konsumausgaben legten wie erwartet um 0,5 Prozent zu.
ROUNDUP/Selenskyj: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine
DAVOS/MOSKAU - Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende verhandeln. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Die Gespräche auf Expertenebene sollten schon am Freitag und Samstag stattfinden.
Eurozone: Verbrauchervertrauen hellt sich unerwartet stark auf
BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich zu Beginn des Jahres überraschend deutlich verbessert. Der Indikator für das Konsumklima stieg im Januar auf minus 12,4 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Der Wert für den Dezember wurde leicht nach unten revidiert, um 0,1 Punkte auf minus 13,2 Punkte.
ROUNDUP 3: Grünen-Votum zu Mercosur sorgt für parteiinternen Streit
BERLIN/STRASSBURG - Die deutschen Grünen-Abgeordneten im Europaparlament bekommen Gegenwind aus der eigenen Partei für ihr Abstimmungsverhalten zum Mercosur-Handelsabkommen. Die EU-Abgeordneten der deutschen Grünen stimmten größtenteils dafür, das EU-Abkommen mit vier südamerikanischen Ländern vom Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) überprüfen zu lassen: acht votierten für die Überprüfung, zwei dagegen, einer enthielt sich.
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kaum verändert bei 200.000
WASHINGTON - In den USA bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter robust. In der vergangenen Woche hat sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kaum verändert. Die Zahl der Hilfsanträge stieg geringfügig um 1.000 auf 200.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im Vergleich der vergangenen Jahre ist das Niveau damit weiter niedrig.
Bundesbank: Verhaltenes Wachstum im ersten Quartal
FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank 2026 nur langsam Fahrt aufnehmen. Die zuletzt wieder etwas pessimistischeren Erwartungen der Unternehmen sprächen dafür, "dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal des laufenden Jahres nur verhalten zulegen dürfte", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank.
DAVOS: Merz bietet Deutschland als Investitionsstandort an
DAVOS - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat für Deutschland als attraktiven Investitionsstandort geworben. "Wer immer in die Zukunft investieren will - Sie werden in Deutschland einen starken Partner finden", sagte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Deutschland wolle ein führender Investitionsstandort für weltweites Kapital werden.
Europäischer Gaspreis im Höhenflug - Preissprung von 40 Prozent in zwei Wochen
AMSTERDAM - Der Preis für europäisches Erdgas hat den Höhenflug der vergangenen Handelstage fortgesetzt und ist erstmals seit einem halben Jahr über die Marke von 40 Euro je Megawattstunde (MWh) gestiegen. An der Börse in Amsterdam wurde der richtungweisende Terminkontrakt TTF für europäisches Erdgas zur Auslieferung in einem Monat zum Handelsauftakt bei 41,91 Euro je Megawattstunde gehandelt. Das ist der höchste Preis seit dem vergangenen Juni.
Japans Exportwirtschaft trotzt den US-Zöllen
TOKIO - Japans Exportwirtschaft hat im vergangenen Jahr trotz der aggressiven Zollpolitik der USA ein Wachstum bei den Ausfuhren verzeichnet. Die Exporte seien 2025 um 3,1 Prozent gestiegen, teilte das japanische Finanzministerium am Donnerstag in Tokio mit. Zum Wachstum hätten vor allem Exporte von elektronischen Geräten und Nahrungsmitteln beigetragen.
Trotz Trump-Wende: EU-Parlament wartet bei Zolldeal ab
STRASSBURG - Trotz der Rücknahme der Zollandrohung von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Länder bleibt es im EU-Parlament vorerst bei dem Umsetzungsstopp des im vergangenen Jahr vereinbarten Zollabkommens mit den USA. Wie es mit dem Abkommen weitergehe, könne man erst beurteilen, wenn es Details zu der von Trump angekündigten Rahmenvereinbarung über Grönland und die Arktisregion gebe, teilte der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange, mit.
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