Novo Nordisk-Aktie steigt: Zwischen Analystenstimmen und Erleichterung um Zollrücknahme

Novo Nordisk-Investoren erleben derzeit Schwankungen: Nachdem eine Analystenstudie für Kursverluste gesorgt hat, geht es heute aufwärts - womöglich auch wegen weiteren Analysen.
Werte in diesem Artikel
• Auch Analysten von UBS und Barclays äußern sich zu Novo Nordisk
• Daten zur oralen Wegovy-Version im Blick
• Kursziel und Bewertung bestätigt
Die Novo Nordisk-Aktie bleibt auch am Donnerstag im Fokus der Anleger - und das nicht ohne Grund: Nachdem zur Wochenmitte die Experten von Jefferies die Aktie mit einer neuen Analyse unter Druck gesetzt hatten - sie beließen die Einstufung auf "Underperform" mit einem Kursziel von 270 dänischen Kronen -, zogen nun die britische Investmentbank Barclays und die Schweizer Großbank UBS ihrerseits mit neuen Studie nach. Ihre Kursziele fallen dabei deutlich höher aus als bei Jefferies.
Analyst sieht positive Daten zur neuen Wegovy-Pille von Novo Nordisk
In ihrer aktuellen Studie bekräftigten die Barclays-Analysten ihre "Equal Weiht"-Bewertung für Novo Nordisk und auch das Kursziel blieb unverändert. Dieses liegt mit 360 dänischen Kronen aber deutlich über dem der Jefferies-Analysten und in der Nähe des aktuellen Kurses der Novo Nordisk-Aktie. Denn diese legt im Donnerstagshandel an der NASDAQ Copenhagen zeitweise um 3,49 Prozent auf 386,90 DKK zu.
Zur Begründung seiner Einschätzung schrieb Analyst James Gordon von der britischen Bank, dass die jüngsten Daten zur oralen Einnahme des Abnehmmittels Wegovy in den USA vielversprechend seien. Die Wegovy-Pille wurde im Dezember von der FDA in den USA zugelassen, seit Anfang Januar ist die Abnehmpille von Novo Nordisk flächendeckend in den USA verfügbar. Unklar sei laut Gordon jedoch, ob die zu injizierende Version des Medikaments wieder an Schwung gewinnen kann.
Auch UBS-Analyst blickt vorsichtig auf 2026
Auch Analyst Matthew Weston von der Schweizer Großbank UBS hatte sich kurz zuvor zurückhaltend zu Novo Nordisk geäußert. Er gehe davon aus, dass der Pharmakonzern das neue Jahr mit einem zurückhaltenden Ausblick auf 2026 einleiten werde, schrieb er am Mittwoch. Im Fokus stehe unverändert die oral verabreichbare Version des Abnehmmittels Wegovy, vor allem hinsichtlich der Profitabilität. Trotz seiner Skepsis beließ Weston sein Kursziel für die Novo Nordisk-Aktie bei 390 DKK, womit die Aktie aktuell fair bewertet erscheint. Die Bewertung blieb bei "Neutral".
Entkräftete Zollsorgen schieben zusätzlich an
Daneben dürfte die Novo Nordisk-Aktie am heutigen Donnerstag auch von der allgemeinen Erleichterung an den europäischen Börsen über die Rücknahme der von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit angedrohten Strafzölle profitieren. So will der US-Präsident seine Zolldrohungen gegen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande zum 1. Februar in Höhe von 10 Prozent nun doch nicht mehr wahr machen, da man sich auf einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion geeinigt habe. Die USA sind für den dänischen Konzern Novo Nordisk ein wichtiger Absatzmarkt, nicht nur für seine Abnehmmedikamente wie Wegovy, sondern auch für verschiedene Insulinprodukte.
Redaktion finanzen.net
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