+++ Zertifikate Performance-Studie 2021 belegt: 💰 +5,2 % p.a. RENDITE durchschnittlich mit defensiven ZERTIFIKATEN der Raiffeisen Centrobank +++-w-
27.05.2021 20:27

Nach Nikola und Lordstown: Tesla-Konkurrent Canoo im Visier der Behörden

E-Auto-Startup: Nach Nikola und Lordstown: Tesla-Konkurrent Canoo im Visier der Behörden | Nachricht | finanzen.net
E-Auto-Startup
Folgen
Im Zuge der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen berichtete Tony Aquila, CEO des E-Auto-Startups Canoo, über eine laufende Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC. Zuvor machte der Börsenneuling bereits mit Unruhen in der Geschäftsleitung von sich reden.
Werbung
• Börsenneuling Canoo fusioniert mit Börsenmantel
• Geschäftsbetrieb Gegenstand von SEC-Ermittlungen
• Partnerschaft mit Hyundai beendet

Canoo will mit Abo-Modell überzeugen

Der Elektrofahrzeughersteller Canoo hat es sich zum Ziel gesetzt, die E-Auto-Branche nicht nur mit einer starken Technologie, sondern auch mit modernen Designs und einem besonderen Geschäftsmodell zu prägen. So will das Startup seine Fahrzeuge über ein Abo-Modell an den Mann bringen, ein einmaliger Kauf ist nicht angedacht. Der Konzern hat zwar noch kein Fahrzeug auf dem Markt, dies soll sich aber 2022 ändern. Dann soll das erste Modell des Unternehmens, das ebenfalls auf den Namen Canoo hört, erscheinen. Anschließend will das Unternehmen sein Produktportfolio um einen Lieferwagen und einen Sportwagen erweitern. Neben dem E-Auto-Pionier Tesla tritt Canoo damit auch zu Nikola und Lordstown in Konkurrenz. Genau wie die beiden noch jungen E-Auto-Hersteller wagte auch Canoo erst kürzlich den Sprung auf das Börsenparkett, und zwar ebenfalls mittels SPAC. Und während sich Nikola im vergangenen Jahr Betrugsvorwürfen stellen musste, die CEO Trevor Milton seinen Posten kosteten, und auch Täuschungsgerüchte um Lordstown publik wurden, steht jetzt auch Canoo im Fokus der Behörden.

Nach SPAC-Börsengang: SEC kündigt Untersuchung an

Bei der Vorstellung der ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen Mitte Mai berichtete Canoo-CEO Tony Aquila auch von laufenden Untersuchungen. Zwar konnte das innovative Startup-Unternehmen seine Verluste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 30,9 Millionen US-Dollar auf 15,2 Millionen US-Dollar verringern, die Ermittlungen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC überschatteten den Quartalsbericht aber. So hat die "Division of Enforcement", eine Untereinheit der SEC, bereits am 29. April eine Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet, "die sich unter anderem auf den Börsengang von HCAC [Canoo] und den Zusammenschluss mit dem Unternehmen, den Geschäftsbetrieb, das Geschäftsmodell, die Umsätze, die Umsatzstrategie, die Kundenvereinbarungen, die Erträge und andere damit zusammenhängende Themen sowie auf die jüngsten Abgänge bestimmter Führungskräfte des Unternehmens bezieht", wie in einer behördlichen Einreichung zu lesen ist. Canoo erklärte, dass man sich bei den Ermittlungen kooperativ zeigen und alle geforderten Dokumente einreichen wolle.

Zahlreiche Wechsel in der Canoo-Führungsebene

Aber bereits zuvor ging es in der Führungsriege des Unternehmens unruhig zu, wie das Portal "The Verge" berichtete. Nachdem zu Beginn des Jahres bereits mit Phil Weicker, dem Leiter der Antriebsstrang-Entwicklung, ein langjähriger Mitarbeiter das Unternehmen verließ, und CFO Paul Balciunas zu einem anderen Konzern wechselte, folgten im April auch Chefjurist Andrew Wolstan sowie CEO und Mitgründer Ulrich Kranz. Vor seinem Engagement bei Canoo war Kranz viele Jahre bei BMW tätig, bevor er zu Canoo stieß. Im Rahmen des Börsengangs mittels SPAC im vergangenen Jahr wurde sein Vertrag aber offenbar neu verhandelt und er wurde aus dem Vorstand des Startups verdrängt, so das Portal weiter. Auch der ehemalige BMW-Manager Stefan Krause leitete das Unternehmen vor Kranz zeitweise, schied dann aber ebenfalls aus. Mit Karl-Thomas Neumann, der zuvor die Führung bei Opel innehatte, verlängert sich die Liste der ehemaligen Mitglieder der Canoo-Führungsebene weiter.

Aquila stieß hingegen erst zu Beginn des Fusionsprozesses mit dem Börsenmantel als Investor zu Canoo. Schnell hatte er die Position des Vorstandsvorsitzenden inne, nach dem Ausscheiden von Kranz übernahm er dann die Rolle des CEO, wie "The Verge" verlauten lässt.

Abkehr von Hyundai-Kooperation: Fokus auf eigene Produkte

Bereits im März führte Aquila laut "The Verge" eine Investorenkonferenz durch, an der Kranz schon nicht mehr teilnahm. Zu diesem Zeitpunkt seien bereits Zweifel aufgekommen, ob der damalige CEO das Unternehmen überhaupt noch leite. Aquila soll derweil den Führungsstil seiner Vorgänger kritisiert und etwa verfrühte Aussagen über mögliche Kooperationen bemängelt haben. Im selben Meeting gab er bekannt, dass die vorherige Partnerschaft mit Hyundai aufgelöst wurde. Die Ankündigung von der Kooperation mit dem japanischen Autohersteller erfolgte bereits im Februar 2020 und beinhaltete, dass Canoo seine E-Auto-Plattform mit Hyundai und Kia teilt. Damals war noch von einer "Schlüsselpartnerschaft" die Rede, mittlerweile taucht der Autohersteller aber nicht mehr unter den Partnern von Canoo auf. Stattdessen wolle das Unternehmen zukünftig davon absehen, seine Technologie an andere Unternehmen zu verkaufen und sich auf die Entwicklung eigener Produkte konzentrieren.

Auch wenn derzeit keine Details zum Gegenstand der SEC-Untersuchungen bekannt sind, bleibt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen die Behörde kommt. Mit den Unruhen in der Führungsebene des Unternehmens sowie den Skandalen der Mitbewerber Nikola und Lordstown scheinen E-Auto-Startups, die den Weg an die Börse mittels SPAC suchten, allerdings unter keinem guten Stern zu stehen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: rafapress / Shutterstock.com

Nachrichten zu Nikola

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Nikola

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt etwas höher -- US-Handel endet kaum verändert -- WACKER CHEMIE erhöht Prognosen -- DAX mit 31 Titeln: Continental spaltet Vitesco ab -- HelloFresh, thyssenkrupp, Bechtle im Fokus

VW-Abgasskandal: Betrugsprozess gegen VW-Manager beginnt. BGH urteilt über Diesel-Klage gegen AUDI und verhandelt zu Daimler. LPKF holt weiteren Millionen-Auftrag herein. RWE-Chef schließt früheren Kohleausstieg nicht aus. Südzucker bestätigt Prognose nach Ergebnisplus im zweiten Quartal. Ryanair will Geschäft bis 2026 noch stärker ausbauen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Jobs werden künftig Roboter übernehmen
Billiger als der Mensch.
Bei diesen Unternehmen gibt es in Deutschland das höchste Gehalt
Bei diesen Unternehmen gibt es in Deutschland das höchste Gehalt
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer im August 2021
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die 30 weltgrößten Unternehmen
Es gibt hunderte milliardenschwere Unternehmen. Die Top 30.
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln