Gerry Weber: Mit Wachstumssorgen

Die Aktie des Bekleidungsunternehmens Gerry Weber knüpfte an die jüngsten Kursverluste an.
von Florian Westermann, Euro am Sonntag
Im zweiten Quartal sank der Umsatz des SDAX-Konzerns um vier Prozent auf 230 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) brach von 18,8 auf 4,5 Millionen Euro ein. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand die Prognose zwischen zehn und 20 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr war der operative Gewinn um ein Drittel auf 79 Millionen Euro geschrumpft.
Nach den Zahlen senkte Kepler Cheuvreux das Kursziel von 13 auf elf Euro und bekräftigte die Verkaufsempfehlung. Gerry Weber befinde sich in der Umstrukturierung und es könnte schwierig werden, zurück auf den Wachstumkurs zu kommen. Vorstandschef Ralf Weber setzt indes auf ein Umbau- und Sparprogramm, um den Konzern wieder auf Profit zu trimmen. Es braucht aber Zeit, bis sich erste Effekte zeigen.
Fazit: Unser Stoppkurs rückt bedrohlich nahe. Fällt die Aktie unter zehn Euro, drohen weitere Verluste. Scharf beobachten.
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Bildquellen: GERRY WEBER, DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images