Frankfurt intern: Sleepz alles andere als verschlafen

Die Beteiligungsgesellschaft Heliad, der Investor Christian Angermeyer und neue Chefs wollen den Kurs von Sleepz mehr als verdoppeln.
von Peer Leugermann, Euro am Sonntag
Bisher machte die Firma mit dem Onlineverkauf von Matratzen nur Verluste, der Kurs liegt am Boden. Nun arbeiten die Vorstände und E-Commerce-Profis Alexander von Tschirnhaus und Christian Salza daran, aus Sleepz eine Plattform zu machen, die schrittweise weitere kleine Internethändler von Wohn- und Schlafzimmerprodukten anschließt. Dazu wurden bereits Urbanara, ein Onlinehändler von Heimtextilien, und SAM, ein Anbieter von Massivholzmöbeln, gekauft.
Urbanara ist laut von Tschirnhaus auf dem Weg zur schwarzen Null und macht 8,5 Millionen Euro Umsatz, SAM ist mit Einnahmen zwischen 15 und 20 Millionen Euro leicht profitabel. Im Verbund sollen die Firmen Synergien heben, vor allem aber Matratzenkunden auch Kissen oder Kommoden verkaufen. Geld für die Kundengewinnung würde damit nur einmal ausgegeben, aber in gleich zwei bis drei Onlineshops wäre für Einnahmen gesorgt. Dann, so von Tschirnhaus, müsste Sleepz, wie vergleichbare Firmen auch, von der Börse mit dem 1,25-Fachen des Umsatzes bewertet werden.
Weil für 2019 über 40 Millionen Euro an Einnahmen geplant sind und die Marktkapitalisierung lediglich rund 17 Millionen Euro beträgt, müsste sich der Kurs demnach mehr als verdoppeln. Mehr als einen Plan, die nicht und wenig rentablen Firmen zum Erfolg zu führen, hat Sleepz aber noch nicht.
Dafür hat die Börse den Wert abgeschrieben, weshalb positive Überraschungen den Kurs schnell treiben könnten. Der Titel ist nur für sehr risikobereite Anleger geeignet.
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Bildquellen: Sleepz AG, Vizerskaya/iStock