Fan der "Sogo Shosha"

Warren Buffett baut japanische Beteiligungen erneut aus - So haben sich die Japan-Investments bislang geschlagen

19.06.23 22:23 Uhr

Warren Buffett baut japanische Beteiligungen erneut aus - So haben sich die Japan-Investments bislang geschlagen | finanzen.net

Im August 2020 beteiligte sich Warren Buffett mit Berkshire Hathaway an fünf japanischen Handelshäusern - und bewies damit einmal mehr ein glückliches Händchen. Inzwischen ist die Japan-Wette die größte Investition der Holding in börsengehandelte Aktien außerhalb der USA. Nun hat der Starinvestor seine Beteiligungen erneut aufgestockt.

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• Warren Buffett baut Beteiligung an Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo erneut aus
• Japan-Wette von Buffett hat sich in rund drei Jahren fast verdreifacht
• Buffett voll des Lobes für "Sogo Shosha"



Bereits im April 2023 stockte die Investmentholding Berkshire Hathaway die Beteiligungen an den fünf großen japanischen Handelsfirmen Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo auf, nachdem Buffett erstmals im August 2020 Anteilsscheine der Unternehmen erworben hatte. Auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway bekräftigte der Starinvestor dann laut "Nikkei Asia" nur wenige Wochen später, dass man mit Japan "noch nicht fertig" sei - und ließ dieser Aussage bereits jetzt Taten folgen.

Buffett sichert sich größeren Anteil an japanischen Top-Konzernen

Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten, gab Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway am Montag nach Handelsschluss in Japan bekannt, dass man weitere Aktien der fünf Unternehmen Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo erworben habe. Der gehaltene Anteil an den fünf Handelshäusern liege nun im Durchschnitt bei je 8,5 Prozent. Im April waren es noch 7,4 Prozent.

Laut dpa-AFX bekräftigte Berkshire im Zuge der Aufstockung, dass man weiterhin die Absicht habe, die Beteiligung an den "Sogo Shosha", wie Japans fünf größte Handelsunternehmen auch genannt werden, langfristig zu halten. Weitere Käufe der Unternehmenspapiere wurden nicht ausgeschlossen - allerdings nur bis zu einer Grenze von 9,9 Prozent je Unternehmen. Über diesen Punkt hinaus werde Berkshire keine Käufe tätigen, es sei denn, es liege eine ausdrückliche Genehmigung des Vorstands des Beteiligungsunternehmens vor, hieß es. An weiteren börsengehandelten Aktien aus Japan sei man derzeit zudem nicht investiert. Wie die Buffett-Holding weiter angab, besäßen die aktuellen Japan-Beteiligungen allerdings als Ganzes betrachtet den höchsten Wert aller von Berkshire außerhalb der USA gehaltenen öffentlichen Aktien.

Für Analysten kamen die weiteren Zukäufe angesichts der Andeutungen bei der Berkshire-Hauptversammlung im Mai indes nicht völlig überraschend. "Während zuvor angedeutet wurde, dass Berkshire seinen Anteil erhöhen wird, kam die Ankündigung etwas früher als erwartet und wird den Optimismus in Bezug auf japanische Aktien weiter steigern", sagte Charu Chanana, Marktstrategin beim Broker Saxo Markets in Singapur, laut "Reuters". Sie sprach angesichts des Buffett-Investments von einem zunehmenden Rückenwind für japanische Aktien, die in den vergangenen Wochen ohnehin sehr stark performt hatten. So konnten die Aktien von Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo seit Jahresbeginn jeweils um mehr als 30 Prozent steigen, besonders stark nach oben ging es für Marubeni und Mitsubishi mit einem Plus von je gut 62 Prozent seit Jahresstart (Stand: Schlusskurse vom 19. Juni 2023). Auch der japanische Leitindex Nikkei verbuchte laut der Nachrichtenagentur eine Gewinnserie mit zehn aufeinanderfolgenden Wochen des Wachstums.

Entscheidung für die "Sogo Shosha" fiel Buffett leicht - und zahlt sich aus

Die Japan-Wette hat sich für Warren Buffett seit 2020 bereits positiv ausgezahlt, die Anteilsscheine aller fünf Handelshäuser markierten in der jüngsten Sitzung neue Mehrjahreshochs (Stand: Schlusskurse vom 19. Juni 2023). Wie "Business Insider" vorrechnet, hätten die Aktien der "Sogo Shosha" seit dem Einstieg des Investors im August 2020 im Schnitt mehr als 180 Prozent hinzugewonnen. Der Wert der damals initial erworbenen Beteiligungen habe sich von rund sechs Milliarden US-Dollar auf rund 17 Milliarden US-Dollar bis Mitte Juni 2023 nahezu verdreifacht. Die erneute Aufstockung durch den Investor könnte die Rally der Papiere nun noch weiter anfachen.

Buffett wurde indes in der Vergangenheit nicht müde, die fünf japanischen Konglomerate zu loben. Bei der jüngsten Hauptversammlung von Berkshire sagte er laut "Reuters", er und seine Kollegen wären "mehr als angenehm überrascht" von den Fortschritten der Großkonzerne. "Sie machen intelligente Dinge und sie sind groß, also haben wir gerade angefangen, sie zu kaufen", wird das Orakel von Omaha von der Nachrichtenagentur zitiert. Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo seien zudem "wirklich wunderbare Partner. Ich muss nichts tun", so der Berkshire-Chef beim Aktionärstreffen laut "Nikkei Asia".

Und tatsächlich dürfte Buffett aus seinem Japan-Investment eine stattliche Menge Geld zufließen - ohne dass er dafür einen Finger krumm machen muss. Denn alle fünf Unternehmen zahlen hohe Dividenden, während sie gleichzeitig Aktien zurückkaufen. Dies geschehe laut "Business Insider" auch aufgrund der japanischen Regierung, die Druck auf die börsennotierten Firmen des Landes ausübe, mehr Geld an Investoren auszuschütten. Nach Einschätzung von Andrew McCagg, Kundenportfoliomanager bei Nomura Asset Management UK, sei dies wohl auch ein Grund für das anfängliche Investment von Buffett gewesen. Der legendäre Investor selbst begründete sein Engagement in Japan im April 2023 gegenüber "CNBC" wie folgt: "Ich dachte einfach, dies wären große Unternehmen. Dies waren Unternehmen, von denen ich im Allgemeinen verstand, was sie taten. In gewisser Weise ähnlich wie Berkshire, da sie viele verschiedene Interessen besaßen. […] Und sie wurden zu einem meiner Meinung nach lächerlichen Preis gehandelt, insbesondere im Vergleich zu den damals geltenden Zinssätzen". Die Entscheidung für die "Sogo Shosha" sei dementsprechend "einfach" gewesen, wie der Starinvestor auch bei der Berkshire-Hauptversammlung betonte - und - wie die jüngsten Zukäufe zeigen - ist sie das für ihn offenbar noch immer.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Daniel Zuchnik/WireImage, Michael Buckner/Getty Images

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11.05.2010Berkshire Hathaway "equal-weight"Barclays Capital
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