Fuchs: Zeichen der Erholung

08.04.26 10:17 Uhr

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Die Vorzugsaktie von Fuchs ist weiter im Erholungsmodus. Der in Kürze anstehende Kapitalmarkttag der Mannheimer wirft seinen Schatten voraus.

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Das V im Chart der Vorzugsaktie von Fuchs stellt zwar noch keine Trendwende dar, es zeigt aber, dass der Markt die Übertreibung nach unten wieder korrigiert hat. Ob dies bereits komplett der Fall ist oder ob die Kurserholung weiter geht, dürften die kommenden Handelstage zeigen. Der Hinweis bei rund 33 Euro, dass die Aktie wieder den unteren Bereich des einstigen Seitwärtskanals zwischen 37,50 und 40 Euro ansteuern könnte, erwies sich jedoch als korrekt.

Preiserhöhungen wahrscheinlich

Neben der Korrektur einer Übertreibung dürften aber auch fundamentale Aspekte eine Rolle beim jüngsten Kursanstieg gespielt haben. Da wäre beispielsweise der Ölpreis: Fuchs kann Preiserhöhungen mit einem gewissen zeitlichen Verzug an Kunden weitergeben. Durch die regional breite Aufstellung und die Kundennähe über entsprechende Niederlassungen genießen die Mannheimer eine gewisse Kundentreue. Zudem dürfte es für die Abnehmer aufgrund der angespannten weltweiten Lieferketten aktuell sowieso schwierig sein, neue Zulieferer zu finden.

Kapitalmarkttag voraus

Vor diesem Hintergrund scheint es so, als ob der Ausblick für 2026 noch etwas Luft nach oben hat. Zur Erinnerung: Das Fuchs-Management prognostizierte beim Umsatz einen Anstieg um knapp 4 Prozent auf rund 3,7 Mrd. Euro. Beim EBIT wiederum wurde ein Zuwachs um gut 3 Prozent auf 450 Mio. Euro avisiert. Um Missverständnissen vorzubeugen: Dass Fuchs die am 20. März genannte Prognose beim Kapitalmarkttag am 16. April bereits anhebt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass das Management zur eigenen Rolle bei der Konsolidierung in der Schmierstoffbranche Stellung nimmt und einen Hinweis auf die mittelfristige Preisentwicklung von Schmierstoffen gibt.

Fazit

Inwieweit der zweiwöchige Waffenstillstand am Golf in einen stabilen Frieden mündet oder ob die Waffen noch einmal sprechen werden, ist noch offen. Das gilt auch bezüglich der mittelfristigen Folgen. Klar ist hingegen bereits jetzt, dass nach einem Ende des Kriegs die globale Wirtschaft nicht über Nacht wieder wie vorher laufen wird. Konjunkturelle Nachwirkungen sind kaum auszuschließen, was sich durchaus auf die Nachfrage der verarbeitenden Industrie auswirken dürfte. Davon wäre auch Fuchs betroffen. Höhere Preise wiederum können eine solche Entwicklung zumindest etwas abfedern. Die Aktie unternimmt aktuell den Versuch, wieder in die einstige Seitwärtsrange zwischen 37,50 und 40 Euro aus dem Jahr 2025 einzuscheren. Für mehr könnte aber die Kraft noch fehlen.

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Erstellung am 08.04.26 um 9:51 Uhr.

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