Gelungenes Börsendebüt

Swarmer-Aktie hebt ab: Drohnen-Entwickler springt einen Tag nach fulminantem IPO weiter nach oben

18.03.26 21:03 Uhr

Fulminanter IPO beflügelt: Swarmer-Aktie setzt Rally am Folgetag an der NASDAQ fort | finanzen.net

Die Aktien von Swarmer, einem Technologieunternehmen für Drohnensoftware feierten am Dienstag an der NASDAQ ein erfolgreiches Börsendebüt. Auch am Mittwoch geht es steil bergauf.

Werte in diesem Artikel
Aktien

38,59 USD 6,69 USD 20,97%

• Swarmer-IPO voller Erfolg
• Erstkurs weit über Ausgabepreis
• Kursrally setzt sich auch am zweiten Handelstag fort

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Drohnen-Softwarespezialist Swarmer gab am Dienstag sein Börsendebüt an der NASDAQ und stieß auf großes Interesse.

Rasanter Kursanstieg vom Emissionspreis

Swarmer hatte seine Aktien zunächst zu je 5 Dollar ausgegeben. Bereits bei Handelseröffnung kletterte der Kurs auf 12,50 Dollar, bevor die Papiere am Ende des ersten Handelstags bei 31 Dollar schlossen.

Im Zuge des IPO wurden drei Millionen Aktien verkauft und brachten brutto rund 15 Millionen US-Dollar ein, die laut dem IPO-Prospekt für Finanzierung des laufenden Betriebs, der Produkterweiterung, der Einstellung neuer Mitarbeiter, der Hardware-Integration sowie des Betriebskapitals verwendet werden sollen.

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Allerdings behält sich das Unternehmen auch die Möglichkeit vor, die Erlöse für mögliche Akquisitionen oder Investitionen in Produkte, Technologien oder Unternehmen zu verwenden. Die Geschäftsführung verfügt bei der Verwendung der Mittel über einen weiten Ermessensspielraum und kann auch flexibel Umschichtungen vornehmen.

Darüber hinaus hat Swarmer dem Konsortialführer eine 30-tägige Option eingeräumt, bis zu 450.000 weitere Stammaktien zum öffentlichen Ausgabepreis abzüglich Emissionsrabatten und Provisionen zu erwerben.

Das Unternehmen entwickelt KI-basierte Softwarelösungen, die es einem einzelnen Bediener ermöglichen, bis zu 690 Drohnen gleichzeitig zu steuern. Seit 2024 kommt die Technologie beim ukrainischen Militär zum Einsatz.

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Prominente Unterstützung durch umstrittenen Sicherheitsunternehmer

Im Dezember 2025 übernahm Erik Prince, ehemaliger US-Navy-Seal und Gründer des privaten Sicherheitsunternehmens Blackwater USA, den Vorsitz bei Swarmer. Prince, der während seiner Tätigkeit als Militärdienstleister im Irak viel Aufmerksamkeit erfuhr, verkaufte Blackwater 2010 und gründete später die Frontier Services Group, die in Afrika und im Nahen Osten operiert.

"Die Verteidigungsindustrie ist seit Jahrzehnten eingeschlafen und hat einem kartellartigen System erlaubt, massiv überteuerte Produkte zu verkaufen", sagte Prince laut Fox Business am Dienstag.

Wachsende Nachfrage nach amerikanischen Drohnen

Der Boom bei US-Drohnenherstellern folgt auf eine Entscheidung der Federal Communications Commission vom vergangenen Jahr. Die Behörde setzte alle im Ausland gefertigten Drohnen und kritische Komponenten auf ihre Liste von Geräten, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen. Diese Maßnahme blockiert faktisch Importe von DJI, dem weltweit größten Drohnenhersteller aus China. Aus diesem Grund sind es nun US-amerikanische Drohnenhersteller, die versuchen, die entstandene Versorgungslücke zu schließen.

"Die Ukraine benötigt Hunderttausende Drohnen in der Luft, hat aber nicht Hunderttausende Piloten", erklärte Prince. "Mit dem Swarmer-System kann ein Pilot Dutzende oder Hunderte von Drohnen kontrollieren, um Ziele anzugreifen. Der Mensch setzt die Parameter und Ziele fest, die Drohnen finden selbst heraus, wie sie vorgehen."

Finanzielle Anreize für Prince

Unterlagen der Securities and Exchange Commission zeigen, dass Prince Optionen zum Kauf von etwa 940.000 Swarmer-Aktien zu je 6,27 Dollar erhielt. Die Optionen werden über die Zeit verfügbar und sind an Bedingungen geknüpft, darunter die Voraussetzung, dass Swarmer Einnahmen von 10 Millionen Dollar durch Kunden generiert, die direkt von Prince vermittelt wurden.

Verluste trotz Markteuphorie

Die operative Realität von Swarmer steht im Kontrast zur Börsenbegeisterung. Im Jahr bis Dezember sanken die Umsätze auf knapp 310.000 Dollar von 330.000 Dollar im Vorjahr. Gleichzeitig weiteten sich die Nettoverluste von 2,1 Millionen auf 8,5 Millionen Dollar aus.

So performt die Swarmer-Aktie am zweiten Handelstag

Die Euphorie rund um die Swarmer-Aktie setzte sich auch einen Tag nach dem IPO fort. So ging es an der NASDAQ 77,42 Prozent auf 55,00 US-Dollar nach oben.

Martina Köhler, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com

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