gettex: Konjunkturdaten könnten den Markt bewegen

28.11.23 11:11 Uhr

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Der Marktbericht der Börse gettex

Impulsarme Woche: Die deutschen Aktienbörsen haben sich in der vergangenen Handelswoche uneinheitlich entwickelt. Dabei setzte sich zwar die tendenziell positive Grundstimmung aus der Vorwoche fort, neue, den Gesamtmarkt beeinflussende Zahlen oder Meldungen waren aber Mangelware. Für Bewegung sorgten vielmehr Unternehmensnachrichten, deren Einfluss aber auf die jeweiligen Einzelwerte oder Branchen beschränkt blieb. Ab Wochenmitte mussten die Anleger zudem weitgehend auf Impulse der US-Börsen verzichten. Diese blieben am vergangenen Donnerstag wegen Thanksgiving geschlossen, am Freitag wurde lediglich verkürzt gehandelt. In der Folge waren die Börsenumsätze auch hierzulande dünner als üblich.

Dax überwindet die 16.000er Marke

Der Deutsche Aktienindex (Dax) konnte die Marke von 16.000 Zählern wieder überwinden und verbesserte sich im Wochenvergleich um 0,7 Prozent auf 16.029,49 Punkte. Der MDax gab dagegen 0,3 Prozent auf 26.214,45 Zähler ab. Der TecDax wiederum stieg um 0,9 Prozent auf 3.136,74 Punkte.

Zu den Werten, die in der vergangenen Woche für die größte Aufmerksamkeit im Dax sorgten, zählten Bayer, die gegen den Indextrend auf Wochensicht um 21,4 Prozent einbrachen. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte die Anleger mit einer weiteren Negativnachricht zum Glyphosat-Streit in den USA sowie der Meldung eines Abbruchs einer klinischen Studie mit einem Hoffnungsträger-Medikament schockiert. Zu den großen Indexgewinnern gehörten die Titel von Symrise mit einem Wochenplus von 4,2 Prozent. Der Duftstoff- und Aromenhersteller profitierte unter anderem von einem positiven Analystenurteil. Im MDax ging es bei Aurubis um 5,5 Prozent abwärts, der Kurs des Kupferkonzerns litt unter einer Herabstufung durch Analysten. Die Titel von Hugo Boss zogen dagegen nach einem freundlichen Kommentar um 7,0 Prozent an.

Anleihen: Bundespapiere mit Verlusten

An den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche die Verluste überwogen. Einige gut ausgefallene Konjunkturdaten belasteten die Notierungen der Bundespapiere. Zudem sorgte die Nachricht, die Ampel-Koalition wolle wegen des Karlsruher Haushaltsurteils für 2023 die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse nutzen, für Druck auf die Anleihekurse. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe legte im Wochenvergleich von 2,59 auf 2,64 Prozent zu. Die Umlaufrendite erhöhte sich von 2,54 auf 2,66 Prozent.

USA: Zugewinne bei verkürzter Handelswoche

Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen, feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche zugelegt. Die Anleger setzten weiterhin auf ein Ende der Zinsanhebungen durch die US-Notenbank und eine positive Entwicklung der US-Wirtschaft. Der Dow-Jones-Index gewann im Wochenvergleich 1,3 Prozent auf 35.390,15 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 1,0 Prozent auf 4.559,34 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100-Index rückte um 0,9 Prozent vor auf 15.982,01 Punkte.

Ausblick: Es wird wieder lebhafter

In der aktuellen Woche könnte es nach dem ruhigeren Handel in der Vorwoche wieder lebhafter an den deutschen Aktienbörsen werden. Zum einen lähmt kein Feiertag, zum anderen stehen eine Reihe von potenziell marktbewegenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Dabei dürfte sich das Interesse der Anleger wieder einmal auf Zahlen und Termine richten, die möglicherweise Einfluss auf die weiteren Entscheidungen der großen westlichen Notenbanken haben könnten. Neben Inflationsraten aus der Eurozone sind dies auch Daten zum persönlichen Konsum in den USA. Zudem legt die US-Notenbank Fed ihr Beige Book vor, in dem sie ihre aktuelle Einschätzung der konjunkturellen Lage vorstellt. Auch von Reden von Fed-Chef Jerome Powell und Christine Lagarde, der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, wiederum erhoffen sich etliche Marktteilnehmer Hinweise zur weiteren Geldpolitik.

Welche Signlae sendet der Black Friday aus?

Daneben dürften die anstehenden Einkaufsmanagerindizes interessieren, deren Ergebnisse den Prognosen, ob es doch zu einer Rezession kommen oder diese vermieden werden könne, Nahrung geben könnten. Mit Spannung dürften die Anleger zudem auf die Umsatzzahlen am sogenannten Black Friday in den USA blicken, gelten diese doch als Indikator für das Weihnachtsgeschäft.

Von Unternehmensseite sind nur wenige Termine angekündigt. Einige Unternehmen wie RWE laden zum Kapitalmarkttag, zudem kommen einige wenige Quartalszahlen wie vom US-Softwarekonzern Salesforce, dessen Ergebnisse und Ausblick auch den Kurs von SAP beeinflussen könnten.

Ausgewählte wichtige Termine der Woche

Montag, 27.11.: Verkäufe neuer Häuser in den USA; Dallas Fed Herstellungsindex (USA)
Dienstag, 28.11.: GfK-Verbrauchervertrauen (Deutschland); S&P-Case-Shiller-Hauspreisindex (USA)
Mittwoch, 29.11.: Verbraucherpreise in Deutschland; Geschäftsklima in der Eurozone; Verbrauchervertrauen in der Eurozone; Bruttoinlandsprodukt der USA; Beige Book der US-Notenbank; Persönliche Konsumausgaben in den USA
Donnerstag, 30.11.: Arbeitslosenzahlen für Deutschland; Einzelhandelsumsätze in Deutschland; Importpreise in Deutschland; Verbraucherpreise in der Eurozone; Persönliche Einkommen und Ausgaben in den USA; Schwebende Hausverkäufe in den USA; Chicagoer Einkaufsmanagerindex (USA); Chinesische Einkaufsmanagerindizes
Freitag, 01.12.: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone; ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA; Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China

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