finanzen.net
05.09.2019 13:53
Bewerten
(0)

Handelsstreit: Neue Handelsgespräche zwischen den USA und China geplant

Handelszwist: Handelsstreit: Neue Handelsgespräche zwischen den USA und China geplant | Nachricht | finanzen.net
Handelszwist
Zur Entschärfung ihres Handelskriegs haben die USA und China neue Verhandlungen vereinbart.
Anfang Oktober soll es in Washington neue direkte Gespräche geben, die ab Mitte September auf Arbeitsebene vorbereitet werden, wie das Handelsministerium in Peking mitteilte. Darauf hätten sich die Chefunterhändler beider Seiten in einem Telefongespräch am Donnerstag verständigt.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch bekräftigt, in dem seit mehr als einem Jahr andauernden Konflikt nicht nachgeben zu wollen - selbst wenn darunter die amerikanische Wirtschaft leiden sollte. Er räumte im Weißen Haus ein, dass Amerikas Börsenindizes ohne den Konflikt deutlich höher stehen würden. "Aber jemand musste das machen. Für mich ist das viel wichtiger als die Konjunktur."

Für China sei der Konflikt eine größere Last, und er gehe davon aus, dass Peking ein Handelsabkommen wolle. Die US-Wirtschaft sei weiter stark. "Selbst wenn es der Wirtschaft nicht gut ginge, (...) müsste ich das mit China trotzdem machen", sagte Trump. Die USA seien nicht auf China angewiesen. "Wenn sie keinen Deal abschließen wollen, dann ist das in Ordnung. Wir werden sehen, was passiert."

Am Donnerstag telefonierten dann aber Chinas Unterhändler Liu He und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sowie Finanzminister Steven Mnuchin miteinander. Beide Seiten kamen nach chinesischen Angaben überein, "gemeinsam konkrete Schritte zu unternehmen, um günstige Voraussetzungen für bilaterale Konsultationen zu schaffen".

Die neuen direkte Gespräche sollen Anfang Oktober im Rahmen des regelmäßigen strategischen Wirtschafts- und Handelsdialogs beider Länder in Washington stattfinden. Auf der Arbeitsebene sollen Mitte September schon Gespräche aufgenommen werden, um Vorbereitungen für "bedeutende Fortschritte" bei den Konsultationen zu treffen. Genaue Termine wurden noch nicht genannt.

Der Handelskrieg führt in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst auch die Weltkonjunktur. Die Aktienmärkte sind beunruhigt. Viele Analysten warnen, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittern lassen. Trump weist das als Angstmache und Lüge zurück. Für den Republikaner, der im November 2020 erneut gewählt werden will, wäre eine Rezession problematisch.

Auslöser des Handelskonflikts war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen. Später forderte der US-Präsident auch strukturelle Veränderungen in China und Mechanismen, um die Einhaltung eines Abkommens zu garantieren. Der Führung in Peking geht das aber zu weit. Auch Trumps Unberechenbarkeit verärgert die chinesische Führung.

Der US-Präsident liegt auch mit den Europäern im Streit. Seine Regierung droht damit, ab November Strafzölle auf Autos einzuführen, die aus der EU importiert werden. Das würde vor allem deutsche Hersteller schwer treffen. Trump wolle ein "freieres und faireres" System des Handels, sagte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dazu gehöre eine Anpassung der Zölle und eine Öffnung des europäischen Agrarmarktes. "Die USA werden alles Notwendige tun, um ein offeneres System zu erreichen." Der Status quo sei inakzeptabel.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich dafür aus, die Anstrengungen zu verdoppeln, um zu einer Handelsvereinbarung zwischen den USA und Europa zu gelangen. Das werde eine vorrangige Aufgabe der neuen EU-Kommission sein, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die Gefahr amerikanischer Strafzölle auf deutsche Autos sei nicht gebannt. Er halte eine Einigung auf ein Industriezollabkommen jedoch für möglich.

/lw/DP/zb

PEKING/WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: Lightspring / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- US-Börsen grün -- Thomas Cook insolvent -- Deutsche Wirtschaft im September in Rezessionsbereich -- BVB, Adler Real Estate, DEUTZ, Deutsche Bank im Fokus

Pinterest führt Shopping-Anzeigen auch in Deutschland ein. US-Börsenaufsicht erzielt Vergleich mit Nissan und Ex-Chef Ghosn. ams hält OSRAM-Aktien für mehr als 120 Millionen Euro. K+S-Aktie bricht ein: Wegen schwacher Nachfrage Kaliproduktion reduziert - Ergebnisbelastung. Wirecard muss Millionen-Bußgeld wegen Formfehlern zahlen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Apple nicht mehr Platz 1
Das sind die wertvollsten Unternehmen der Welt 2019
Die wertvollsten Fußballvereine der Welt 2019
Welcher Club ist am wertvollsten?
Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Paket für den Klimaschutz beschlossen. Glauben Sie an dessen Wirksamkeit?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Thomas CookA0MR3W
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
CommerzbankCBK100
TUITUAG00
Daimler AG710000
Microsoft Corp.870747
K+S AGKSAG88
Amazon906866
Apple Inc.865985
Ballard Power Inc.A0RENB
Infineon AG623100
BayerBAY001
BASFBASF11