Trump über Iran: Praktisch keine Ziele mehr übrig - Krieg bald zu Ende?

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon "bald" enden. Es gebe "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", zitierte ihn das US-Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefoninterview.
Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage: "Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist", sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht - und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äußerungen damals scharf. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.
Trump ermutigt Öltanker zur Durchfahrt der Straße von Hormus
p> Trotz des Kriegs im Iran hat US-Präsident Donald Trump Ölkonzerne zur Durchfahrt der Straße von Hormus ermutigt. "Ich glaube, sie sollten das machen", sagte er in Washington auf die Frage eines Journalisten. Er glaube nicht, dass der Iran die Meeresenge vermint habe, fügte Trump hinzu.Trump hatte zuvor bereits in Aussicht gestellt, durchfahrende Schiffe zu versichern und zur Not per Marine zu eskortieren. Irans Militärführung machte derweil deutlich, dass jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der Straße von Hormus ein legitimes Ziel von Angriffen sei.
Berichte über Minen in der Meeresenge
CNN berichtete, der Iran habe in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen. Trump hatte daraufhin gesagt, ihm lägen keine entsprechenden Informationen vor. Wenig später verkündete er, die US-Streitkräfte hätten mehrere sogenannte Minenleger versenkt. Inzwischen sei die Zahl der zerstörten Minenleger auf 28 angewachsen, sagte der US-Präsident bei einem Besuch einer Pharmazie-Firma im US-Bundesstaat Ohio.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
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WASHINGTON (dpa-AFX)
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