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24.02.2020 22:31

Attraktivere Alternativen? - Analyst stellt Buffetts Kroger-Zukauf in Frage

Kein langfristiger Wert?: Attraktivere Alternativen? - Analyst stellt Buffetts Kroger-Zukauf in Frage | Nachricht | finanzen.net
Kein langfristiger Wert?
Vor Kurzem gewährte Starinvestor Warren Buffett Interessierten einen Einblick in das Depot seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Dabei überraschte die Börsenlegende mit einem 2,4 prozentigen Anteil an Kroger-Aktien. Dies halten allerdings nicht alle Experten für eine gute Idee.
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• Buffett kauft Millionen von Kroger-Aktien
• Jefferies-Experte stellt Investment in Frage
• Hätte es bessere Alternativen gegeben?

Mit viel Interesse verfolgen Anleger den vierteljährlichen Blick ins Portfolio von Berkshire Hathaway, der Investmentholding vom Orakel von Omaha Warren Buffett. Darin offenbarte dieser zum einen seine Reduzierung von Apple-, Wells Fargo- und Travelers-Aktien, sowie einen kräftigen Zukauf von Kroger-Anteilsscheinen.

Kroger-Aktie profitiert von Buffetts Vetrauen

Die Papiere der nach Umsatz größten Lebensmittel-Supermarkt-Kette der Welt profitierten von diesem bewiesenen Vertrauensbeweis: Die Kroger-Aktien stiegen im Anschluss an die Nachricht am Dienstag bis zum Handelsschluss an der NYSE um 5,24 Prozent auf 29,71 US-Dollar.

Insgesamt kaufte die Investmentholding Buffetts 18,9 Millionen Kroger-Anteilsscheine, was einem Wert von circa 550 Millionen US-Dollar gleichkommen dürfte. Es kann darüber allerdings nur spekuliert werden, da unbekannt blieb, zu welchem Preis die Papiere erworben wurden. Nichtsdestotrotz gehört Berkshire Hathaway damit zu den zehn größten Aktionären Krogers.

Jefferies bleibt skeptisch

Der Schritt, bei dem Supermarkt-Riesen einzusteigen, kam für einige Experten jedoch überraschend - schließlich hält Warren Buffett auch einen kleinen Anteil an dem Online-Versandhaus Amazon in seinem Portfolio. Und dieser Online-Gigant versuchte in letzter Zeit vermehrt auch im Supermarkt-Geschäft Fuß zu fassen, wie beispielsweise mit der Übernahme des Bio-Lebensmittelhändlers Whole Foods oder auch dem Ausbau seiner eigenen Amazon Go-Stores.

Wie Jefferies-Analyst Chris Mandeville in einem Kundenbericht, der BizJournals vorliegt, allerdings zu denken gibt, scheint sich das neue Supermarkt-Konzept des Online-Versandhauses nicht als die Bedrohung für den Markt zu erweisen, für die es zuerst gehalten wurde.

Dennoch zeigt sich der Börsenexperte von dem Schritt Buffetts, ausgerechnet auf Kroger zu setzen, wenig überzeugt: "Wir stehen nur ungern auf der gegenüberliegenden Seite einer Debatte mit Berkshire Hathaway, aber dennoch finden wir uns dort wieder", und weiter: "Wir werden diesem kurzfristigen Trend nicht nachjagen. Denn obwohl Kroger viele Vorteile gegenüber anderen besitzt, können wir dessen langfristige Attraktivität nicht erkennen".

Schließlich kämpfe der Lebensmittelvertreiber schon lange mit einem schrumpfenden Marktanteil, einer sinkenden Rendite für investiertes Kapital, seinem Online-Auftritt und seiner Preisstrategie, gibt BizJournals Mandeville wieder.

Nur kurzfristige Untersützung für das Kroger-Papier

Dennoch behielt der Analyst sein "Hold"-Rating und sein Kursziel von 28 US-Dollar bei, da er glaubt, dass das Unternehmen kurzfristig durch das Investment Buffetts an Beliebtheit gewinnen werde. Dieser Meinung ist auch Oppenheimer-Experte Rupesh Parikh: "Wir wissen nicht, ob Warren Buffett selbst oder einer seiner Portfolio-Manager das Investment getätigt hat. Aber es ist natürlich positiv, Warren Buffett involviert zu haben, und es wird dem Anteilsschein definitiv von einer unterstützenden Perspektive aus helfen", zitiert SuperMarketNews den Analysten.

Mögliche bessere Alternativen

Dennoch heißt es von Jefferies-Experte Mandeville, dass es seiner Ansicht nach weitaus bessere Supermarkt-Riesen gäbe, in denen eine Investition langfristig mehr Sinn gemacht hätte. Hier nannte er konkret den Amazon-Konkurrenten Walmart, BJ’s Wholesale Club, Casey’s General Store, Core-Mark Holding und US Foods.

Darüber hinaus gab Mandeville zu bedenken, dass, wäre Buffetts Glaube an Kroger tatsächlich so groß, er mithilfe seiner enormen Cashreserven von 128 Milliarden US-Dollar, den Lebensmittelhändler auch ohne Umstände hätte komplett kaufen können.

Das Orakel von Omaha ist seit langem dafür bekannt, besonders gern auf Lebensmittelkonzerne zu setzen. So hält er seit geraumer Zeit einen großen Anteil an Kraft Heinz, Coca-Cola und Mondelez. Es könnte demnach auch sein, dass sich der Starinvestor lediglich auf ein weiteres Unternehmen konzentrieren wollte, dessen Geschäftsmodell ihm mehr als verständlich ist.

Ob die skeptischen Stimmen letztlich Recht behalten werden, wird sich zeigen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: istockphoto / EdStock, Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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