Keine Wahrheitspflicht

Im Schatten des Erfolges von NVIDIA & Co.: KI-Forscherin warnt Investoren vor den größten Gefahren bei KI

26.04.24 22:18 Uhr

NASDAQ-Titel NVIDIA-Aktie & Co.: Forscherin identifiziert größte Risiken bei Nutzung künstlicher Intelligenz | finanzen.net

Künstliche Intelligenz ist nach wie vor äußerst präsent und davon profitierende Konzerne wie NVIDIA in aller Munde, doch neben der vielversprechenden, neuen Technologie gebe es durchaus einige Schattenseiten, warnte kürzlich Oxford-Forscherin Sandra Wachter.

Werte in diesem Artikel

• NVIDIA & Co. profitieren weiterhin vom KI-Hype
• Große Chancen durch KI
• KI-Forscherin warnt vor Risiken: "KI ist keine Kristallkugel"



Hype rund um KI

Künstliche Intelligenz (KI) ist nach wie vor in aller Munde und nicht mehr wegzudenken - ob im privaten oder beruflichen Umfeld. Damit einhergehend führt auch an einigen Unternehmen kein Weg mehr vorbei, insbesondere der US-Chipriese NVIDIA ist dabei in den Fokus geraten und hat einen deutlichen Vorsprung zu anderen Tech-Konzernen aufgebaut. So hat auch die NVIDIA-Aktie an der NASDAQ eine fulminante Rally aufs Parkett gelegt - allein in diesem Jahr konnte sie einen Wertzuwachs von zuletzt etwa 66,86 Prozent verbuchen (Stand: Schlusskurs vom 25.04.2024).

Große Chancen durch neue Technologien

Sandra Wachter, die an der Universität Oxford zu Datenethik, künstlicher Intelligenz (KI), Robotik, Algorithmen und Regulierung forscht, sprach Anfang April im Rahmen ihres "IM Spezial" auf dem Institutional Money Kongress über dieses Thema. Wachter sieht große Chancen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Sie wies unter anderem auf Studien von McKinsey und Wyman hin, wonach in ausgewählten Branchen und Funktionen durch KI zusätzliches Wirtschaftspotenzial von bis zu 340 Milliarden US-Dollar liege. Diverse Unternehmen wie etwa Google oder auch Morgan Stanley nutzten bereits verschiedene KI-Tools etwa für die Kundenberatung, Recherche oder auch das Reporting, so Wachter. "Wenn man aber weiß, was KI leisten kann, dann mag ihr Einsatz die Arbeit erleichtern und effizienter gestalten", hatte Wachter bereits Anfang des Jahres während des FONDS professionell KONGRESSES gesagt.

Aber auch große Risiken

Zugleich legte die Oxford-Forscherin bei dem Institutional Money Kongress auch die größten Gefahren für Investoren bei der Anwendung künstlicher Intelligenz dar. So stelle KI sicherlich eine Herausforderung für Unternehmen und Regulierer dar, die Technologie sicher und vertrauenswürdig einzusetzen. Insbesondere bei Chatbots gebe es außerdem noch große Unsicherheiten: "Sie errechnen lediglich Wahrscheinlichkeiten für die nächste Antwort, ohne zwischen Fiktion und Fakt unterscheiden zu können", warnte Wachter auf dem Kongress. "KI versteht Fragen und Problemstellungen nicht. Insofern müsste man eigentlich von künstlicher Dummheit sprechen. Denn echte Intelligenz hieße, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen", erläuterte Wachter bereits beim FONDS professionell KONGRESS im Januar. Ihr zufolge beinhalteten weder der EU KI Act noch die Technologien selbst derzeit Verpflichtungen, korrekte und nachprüfbare Aussagen zu treffen; die Anbieter selbst müssten mögliche Risiken offenlegen, kritisierte Wachter. So könnten KI-Technologien "dem Nutzer also Informationen geben, die schlicht falsch sind", betonte die Expertin während des Institutional Money Kongresses. Insbesondere in Bereichen wie Recht, Finanzen oder Gesundheit seien solche Aussagen wirklich gefährlich, warnte Wachter weiter. "Wenn man blind der KI vertraut, dann wird das schlecht ausgehen", hatte sie dazu schon Anfang des Jahres während des FONDS professionell KONGRESSES gemeint. Und weiter: "KI ist kein Orakel von Delphi und keine Kristallkugel". Vielmehr sei künstliche Intelligenz "wie ein hochmotivierter, aber unzuverlässiger und schlampiger Mitarbeiter, dem man ständig auf die Finger schauen muss", so Wachter, die an der Universität Wien Jura studierte.

Grenzen und Regulierung notwendig

Der KI-Forscherin zufolge gebe es demnach durchaus Handlungsbedarf. Systeme sollten ihrer Meinung nach so trainiert werden, dass sie eindeutig als Software identifizierbar seien. Es müsse klare Grenzen geben, um sogenannte "Halluzinationen" zu vermeiden, hatte sie während des Institutional Money Kongresses ermutigt. Dieses Ziel verfolgt die Expertin schon länger. So hatte sie früher im Jahr gegenüber dem Handelsblatt betont: "Gute Regulierung ist mit Sicherheit ein Qualitätsmerkmal und Wettbewerbsvorteil, und das sehe ich in jeden Fall".

Redaktion finanzen.net

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