KSB: Reicht das jetzt?

03.02.26 12:37 Uhr

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KSB liefert solide Zahlen, doch das Wachstum bleibt überschaubar. Nach der starken Kursrally stellt sich die Frage, ob das operative Momentum ausreicht, um weiteres Potenzial zu rechtfertigen.

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Mit soliden Zahlen für 2025 hat sich heute der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB zu Wort gemeldet. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten die Pfälzer im abgelaufenen Jahr bei allen wichtigen Kennzahlen weiteres Wachstum vermelden, wenn auch kein allzu großes.

Umsatzwachstum mit Wermutstropfen
So konnte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen erstmals die Marke von 3 Mrd. Euro überschreiten und um 2,3 Prozent auf 3.035 Mio. Euro zulegen, wobei der Zuwachs währungsbereinigt mit 5,0 Prozent noch etwas höher ausfiel. Nach Sparten betrachtet fällt auf, dass das zuvor etwas schwächelnde Pumpensegment mit 4,3 Prozent Erlöswachstum robust vorankam, während der bisherige Hoffnungsträger, das margenstärkere Servicegeschäft, vor allem aufgrund einer Schwäche im Bergbaumarkt nur das Vorjahresniveau halten konnte.

Leichter Margenanstieg
So erwartet KSB denn auch beim EBIT keinen großen Sprung, aber immerhin soll die Mitte der Prognosespanne von 235 bis 265 Mio. Euro erreicht worden sein, was auf einen leichten Zuwachs von rund 2,5 Prozent auf 250 Mio. Euro hinausläuft. Bereinigt um gestiegene Transformationskosten für die Softwareumstellung auf SAP S/4HANA in Höhe von gut 12 Mio. Euro hätte das EBIT allerdings das obere Prognoseende erreicht – und mit einer bereinigten EBIT-Marge von 8,6 Prozent (Vorjahr 8,2 Prozent) auch einen Schritt in Richtung des mittelfristigen Margenziels von 10 Prozent bis 2030 gemacht.

Verhalten optimistische Prognose
Dieser leichte Wachstumstrend soll nach Einschätzung des Managements im laufenden Jahr anhalten, darauf deutet auch der Auftragseingang hin, der um 2,9 Prozent auf 3.203 Mio. Euro zulegen konnte. Bleibt die Frage, ob das genug ist, nachdem die Aktie in den letzten zwölf Monaten bereits um gut 70 Prozent zulegen konnte. Damit wurde allerdings im Wesentlichen nur eine eklatante Unterbewertung abgebaut, denn auch auf dem aktuellen Kursniveau liegt das KGV für 2026 lediglich bei etwa 11.

Sofern der Pumpenbauer seine Wachstumsprognose bestätigen kann, verfügt die Aktie also durchaus noch über Potenzial, zumal auch die mittelfristigen Treiber dank der Positionierung in Wachstumsmärkten wie dem Trinkwasser- oder Energiesektor intakt sind. Da die Bäume zugleich aber auch nicht in den Himmel wachsen, empfiehlt sich die KSB-Aktie zurzeit vor allem als konservativer Value-Pick, auch mit Blick auf die zu erwartende Dividendenrendite von gut 2,5 Prozent.

Einer ganz anderen Dynamik erfreut sich derzeit der Bohrspezialist Daldrup & Söhne. Das Unternehmen sieht sich mit einer deutlich wachsenden Nachfrage konfrontiert, was im Jahr 2025 eine spürbare Neubewertung der Aktie an der Börse ausgelöst hat. Dieser Prozess scheint nun sogar weiter an Schwung zu gewinnen: zum Artikel

 

Einer positiven Neubewertung wurde in jüngster Zeit auch die Aktie von OHB unterzogen, zuletzt war die Lage dann aber spürbar überhitzt: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 03.02.26 um 11:30 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.322 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 31.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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