OHB: Extremlage mit hohen Risiken

02.02.26 16:21 Uhr

SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.


OHB: Extremlage mit hohen Risiken | finanzen.net

Die OHB-Aktie hat eine Korrektur gestartet, die nach immensen Kursgewinnen in kurzer Zeit auch überfällig war. Geht es nun noch weiter abwärts?

Werte in diesem Artikel
Aktien

259,00 EUR -38,00 EUR -12,79%

Die moderne Militärtechnik ist zunehmend auf Unterstützung durch Satellitensysteme angewiesen. Da die wichtigsten Akteure dabei unabhängig von den Lösungen der globalen Konkurrenz sein wollen, bedingt das einen enormen Investitionsbedarf. OHB zählt dabei zweifelsohne zu den Profiteuren, was nicht erst durch die zuletzt bestätigten Pläne für eine Zusammenarbeit mit Rheinmetall offensichtlich geworden ist.

Auftrag mit riesigem Potenzial

Die beiden Unternehmen prüfen eine Kooperation, um einen Auftrag von der Bundeswehr mit einem zweistelligen Milliardenvolumen zu akquirieren. Dieser würde in den nächsten Jahren einen kräftigen Schub für die Geschäftsentwicklung bedeuten.

Noch ist nichts sicher

In trockenen Tüchern ist das aber noch lange nicht, zumal u.a. der Rüstungskonzern Airbus zu den Konkurrenten gehört – auch nicht gerade ein Leichtgewicht. Insofern waren die enormen Vorschusslorbeeren, die der Aktie von OHB zuletzt zuteilgeworden sind, zumindest kurzfristig übertrieben.

Abwärtsrisiken haben überwogen

Wir hatten am 28. Januar auch auf Basis eines gemeldeten Insiderverkaufs mit signifikantem Volumen darauf hingewiesen, dass ein Einstieg auf dem erreichten Niveau inzwischen zu riskant ist und Teilgewinnmitnahmen empfehlenswert sind. Danach ist der Kurs in zwei Schüben unter Druck geraten und korrigiert im Moment insgesamt volatil seitwärts auf hohem Niveau.

200-Tage-Linie noch weit entfernt

Es ist durchaus möglich, dass die Konsolidierung mit Seitwärtstendenz weiterläuft. Gleichzeitig könnte auch noch ein höherer Druck aufkommen, wenn die Marke von 250 Euro, die sich ganz aktuell als kurzfristige Unterstützung herausgebildet hat, signifikant unterschritten wird. Das weitere Korrekturpotenzial ist jedenfalls immer noch groß, ablesbar aus dem hohen Abstand zur 200-Tage-Linie, die bei ungefähr 100 Euro verläuft.

Buy-the-dip

Insofern sehen wir immer noch deutliche Abwärtsrisiken, auch, wenn ein Rebound jederzeit möglich ist. Zugleich ist die Aktie mittelfristig hochspannend. In einem solchen Fall empfiehlt sich eine Buy-the-dip-Strategie mit einem sukzessiven Aufbau einer Position in kleinen Tranchen über einen längeren Zeitraum, wobei Aufstockungen immer nach ausgeprägten Schwächephasen erfolgen.

Ebenfalls auf neue Mehrjahreshöchststände ist zuletzt die Aktie von Westwing gestiegen, wobei die erfreulichen Zahlen für 2025 auch eine vielversprechende Basis für das laufende Jahr darstellen: zum Artikel

Auch sehr spannend sind die Aussichten von 2G Energy für 2026, denn das Unternehmen spürt einen Nachfrageschub gleich in mehreren Bereichen: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 02.02.26 um 16:17 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.322 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 31.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel

SmartCaps-Newsletter – Investieren in Small & Mid Caps