Puma: Endlich die richtigen Weichenstellungen
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Der Sportartikelhersteller Puma stellt sich neu auf und transformiert die Trainings-Sparte in eine eigene Geschäftssparte. Das Ziel: Eine der wichtigsten Wachstumskategorien soll künftig noch fokussierter entwickelt werden.
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Es ist ein strategischer Schritt, der zeigt, wie ernst es Puma mit dem Thema Training meint: Der Sportartikelhersteller trennt den bisher gemeinsam geführten Bereich Running und Training und überführt letztere Aktivitäten in eine eigenständige Geschäftssparte. Diese soll auch am Hauptsitz in Herzogenaurach geführt werden. Die Nähe zur Konzernzentrale soll dabei kein Zufall sein. Durch die Ansiedlung in Herzogenaurach erhofft sich Puma schnellere Entscheidungswege und eine bessere Verzahnung mit anderen Geschäftsbereichen, insbesondere bei der Entwicklung von Textilien.
Wachstumsmarkt mit erheblichem Potenzial
Hinter dieser Entscheidung steckt die Erkenntnis, dass das Geschäft mit Trainings-Equipment längst zu einer weltweiten Wachstumskategorie mit erheblichem Potenzial geworden ist. Bereits im letzten Jahr hatte das Unternehmen Training neben Running, Fußball und Sportstyle als eine seiner globalen Schwerpunktkategorien herausgestellt. Denn hier entwickelt sich ein ganz neuer Markt, der eine neue, motivierte Zielgruppe ansprechen soll. Puma arbeitet auch schon mit Partnern wie HYROX zusammen, einem weltweit standardisierten Indoor-Fitnesswettkampf, der Laufen mit funktionellem Krafttraining verbindet.
Differenzierung im harten Wettbewerb
Die organisatorische Neuaufstellung unterstreicht, dass Puma im hart umkämpften Sportartikelmarkt gezielt auf Differenzierung setzt. Während Fußball und Running traditionell starke Säulen des Geschäfts sind, bietet die Training-Kategorie Raum für Wachstum in einem Segment, das von Fitness-Trends und ganzheitlichen Trainingskonzepten profitiert.
Investition in Wachstumsbereiche
Für Anleger dürfte diese strategische Weichenstellung interessant sein, auch wenn es sich zunächst um eine interne Umstrukturierung handelt. Sie signalisiert, dass Puma bereit ist, in Wachstumsbereiche zu investieren und diese mit der nötigen organisatorischen Schlagkraft auszustatten. Ob sich diese Fokussierung auch in entsprechenden Umsatzzahlen niederschlagen wird, bleibt abzuwarten.
Börse reagiert positiv
An der Börse kommt die Veränderung jedenfalls gut an. Wobei man aber auch sehen muss, dass die Investoren derzeit sehr schnell von Geld zu Brief und retour wechseln. Exemplarisch die doch recht widersprüchlichen Kursbewegungen von vor einigen Tagen, als der chinesische Sportkonzern Anta ankündigte, mit gut 29 Prozent einzusteigen.
Initiativen, um die Talsohle zu verlassen
Puma stellt derzeit richtige Weichen, um aus der Talsohle herauszukommen und den Abstand zur Konkurrenz wieder zu verkürzen. Wie schnell das allerdings gelingt und was hier insbesondere das chinesische Engagement in dem Unternehmen bewirken kann, bleibt abzuwarten.
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