KWS Saat: Boxenstopp vorm Fünfjahres-Hoch
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Die KWS-Aktie hat auf hohem Niveau eine Verschnaufpause eingelegt. Geopolitik und ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums bremsen den Kursanstieg zumindest temporär.
Werte in diesem Artikel
Die Aktie des Saatgut-Spezialisten KWS ist mit einem starken Jahresstart ins Börsenjahr gegangen und hat dabei das Hoch aus dem Jahr 2025 bei rund 69 Euro überwunden. Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung sprechen die Unternehmenskennzahlen sowie der positive Ausblick. Kurzfristig stehen der Aktie jedoch einige nicht zu unterschätzende Hürden im Weg.
Hohe Vorräte bei Agrarrohstoffen
Eine dieser Hürden ist die Geopolitik, die derzeit das Marktgeschehen dominiert und auf die allgemeine Börsenstimmung drückt. Etwas spezifischer wirkt eine zweite Belastung: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in der vergangenen Woche seine Produktionsschätzungen nach oben korrigiert und damit die aktuell gute Versorgungslage bei Agrarrohstoffen bestätigt.
Agrarrohstoffe unter Druck
Die Preise für Weizen und Mais reagierten darauf prompt und gaben nach. Das kann auch Auswirkungen auf den Saatgutmarkt haben. Sinkende Rohstoffpreise führen mitunter dazu, dass Landwirte bei der Aussaat auf alternative Fruchtarten setzen. Für belastbare Schlussfolgerungen ist es jedoch noch zu früh. Ähnlich wie bei der Geopolitik dürften die aktuellen Belastungsfaktoren daher eher kurzfristiger Natur sein.
Fazit
Die KWS-Aktie befindet sich trotz der Verschnaufpause technisch weiterhin in einem Aufwärtstrend, auch wenn Rücksetzer bis in den Bereich um 69 Euro vor dem Hintergrund der aktuellen Gemengelage durchaus möglich erscheinen. Die Bewertung wirkt bei einem geschätzten Gewinn von rund 5,50 Euro je Aktie im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 (per 30. Juni) nicht überzogen. Rücksetzer in Richtung 69 Euro könnten sich daher als neue Einstiegschance erweisen.
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