Marktbericht

Jahresendrally an Börse Frankfurt: DAX weiter auf Rekordjagd - über 16.700er-Marke

06.12.23 17:41 Uhr

Jahresendrally an Börse Frankfurt: DAX weiter auf Rekordjagd - über 16.700er-Marke | finanzen.net

Nachdem der deutsche Leitindex DAX am Dienstag ein neues Rekordhoch markiert hatte, ging der Rekordkurs auch am Mittwoch weiter.

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Der DAX startete 0,2 Prozent stärker bei 16.565,65 Zählern in den Handelstag. Bei 0,75 Prozent und einem Stand von 16.656,44 Zählern ging das deutsche Börsenbarometer in den Feierabend.

Am gestrigen Dienstag hatte der deutsche Leitindex bei 16.551,34 Zählern ein neues Allzeithoch erreicht, das er zu Handelsbeginn direkt wieder übertreffen konnte. Im Handelsverlauf baute er sein Rekordhoch immer wieder aus, welches mittlerweile bei 16.727,07 Einheiten liegt. Die Jahresendrally ging somit auch zur Wochenmitte weiter.

Experten beeindruckt von neuem DAX-Rekordhoch

"Für Unterstützung sorgen die fortgesetzten Renditerückgänge im Zuge der Hoffnungen auf eine baldige Zinswende", hieß es von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Sinken die Zinsen wieder, kommt das Unternehmen zugute. Denn ihre Finanzierungen sind dann nicht mehr so teuer.

Thomas Altmann, Portfolio-Manager beim Vermögensverwalter QC Partners, zeigte sich beeindruckt davon, dass der DAX den neuen Rekord trotz zuletzt zwei negativen Handelstagen an der Wall Street erreichen konnte. Nun werde es spannend sein zu sehen, ob die Anleger den Rekord mehrheitlich als Befreiungsschlag sehen und weiter zukaufen oder als Gelegenheit für Gewinnmitnahmen betrachten.

In den Indizes hinter dem DAX sind die Rekordstände noch weit entfernt. So stammt das Rekordhoch beim MDAX der mittelgroßen Werte aus dem Jahr 2021 und auch das Jahreshoch vom Februar ist über 3.300 Punkte entfernt. Der Kleinwerteindex SDAX liegt ebenfalls klar unter den Höchstständen.

Kurseinbruch bei Merck KGaA trübt gute Stimmung etwas

Etwas getrübt wurde das Bild im DAX zur Wochenmitte von einem zeitweise zweistelligen Kurseinbruch bei Aktien der Merck KGaA nach enttäuschenden Studiendaten zu dem Multiple-Sklerose-Mittel Evobrutinib. Zwei Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments hätten nicht die gewünschten Ergebnisse erbracht, hieß es. Die Bank HSBC stufte die Merck-Aktien daraufhin auf "Hold" ab und strich die Umsatzschätzungen für Evobrutinib aus dem Bewertungsmodell.

ADP: US-Privatsektor schafft im November 103.000 Stellen

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im November schwächer gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 103.000 Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 128.000 Jobs vorausgesagt. Im Oktober waren unter dem Strich 106.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 7.000 weniger als ursprünglich gemeldet.

Index-Änderungen im MDAX und SDAX

Die Aktien des Börsenneulings SCHOTT Pharma werden in Kürze im SDAX vertreten sein. Der Spritzen- und Ampullenhersteller wird am Montag, 18. Dezember zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft Mutares und dem Pumpen- und Armaturenhersteller KSB in den Index der kleineren Werte unterhalb des MDAX aufgenommen. Dies teilte die Deutsche Börse-Tochter Stoxx Ltd. am Dienstagabend mit.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Reuters / Dow Jones Newswires

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