06.03.2016 15:47

Martin Zielke neuer Commerzbank-Chef

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Martin Zielke wird neuer Chef der Commerzbank. Der Aufsichtsrat hat den Manager zum Nachfolger von Martin Blessing berufen, wie Deutschlands zweitgrößte Bank am Sonntag mitteilte. Zielke werde den Posten als Vorstandsvorsitzender ab dem 1. Mai 2016 übernehmen. Im gegenseitigen Einvernehmen wurde ferner vereinbart, dass Martin Blessings Amtszeit am 30. April 2016 endet.

   "Ich freue mich sehr, dass Martin Zielke neuer Vorstandsvorsitzender der Commerzbank wird", wird der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Peter Müller in der Mitteilung zitiert. Mit ihm habe sich nach einem intensiven Auswahlprozess der richtige Kandidat durchgesetzt, dem der gesamte Aufsichtsrat sein Vertrauen schenke.

   Zielke, der seit 14 Jahren bei der Commerzbank tätig ist, sitzt seit 2010 im Vorstand des zweitgrößten börsennotierten deutschen Kreditinstituts und leitet das Privatkundengeschäft. Zuvor verantwortete der 53-jährige unter anderem das Firmenkundengeschäft und war Finanzvorstand des Immobilienfinanzierers der Commerzbank, der damaligen Eurohypo. Seit 2010 ist Zielke auch Aufsichtsratschef der Commerzbank-Tochter Comdirect.

Michael Mandel und Bettina Orlopp rücken in den Vorstand auf Nachfolger von Zielke soll Michael Mandel werden, derzeit Bereichsvorstand Private Kunden. Daneben rückt Bettina Orlopp in den Vorstand auf. Sie soll das neue Ressort für Compliance, Personal und Recht übernehmen. Bislang ist Orlopp Bereichsvorstand für Konzernentwicklung und Strategie. Beide Ernennungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht.

   Mit dem neuen Vorstandsressort reagiert die Commerzbank auf die starke Inanspruchnahme des Chief Operating Officers und Arbeitsdirektors Frank Annuscheit durch die Digitalisierung sowie auf die gestiegene zeitliche Beanspruchung bei Compliance- und Rechtsfragen. Zusätzlich werde damit die Bedeutung einer starken Compliance-Kultur unterstrichen.

Zielke steht für Kontinuität in der Strategie Am Freitag hatte die Welt am Sonntag bereits berichtet, dass Zielke das Rennen um die Nachfolge von Blessing gemacht hat. Der Manager steht vor allem für Kontinuität in der Strategie der Bank, die auf das Firmen- und Privatkundengeschäft ausgerichtet ist. Jeder externe Nachfolger hätte aus Sicht von Beobachtern auch für eine zumindest teilweise strategische Neuausrichtung der Bank gesorgt, so die Zeitung.

   Blessing hatte im Herbst erklärt, seinen per Oktober 2016 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. "Nach dann 15 Jahren im Vorstand, davon mehr als acht Jahre als Vorstandschef, möchte ich nochmals ein neues Kapitel in meinem beruflichen Leben aufschlagen", hatte der Topmanager damals erklärt.

   In der Finanzkrise war die Bank in eine existenzgefährdende Situation geraten, die zu einer Teilverstaatlichung führte. Die Commerzbank erhielt damals staatliche Finanzhilfen von mehr als 18 Milliarden Euro. Nach einer Beteiligung von ursprünglich 25 Prozent ist der Staat aktuell noch mit etwas mehr als 15 Prozent an der Commerzbank beteiligt. Blessing verabschiedet sich von Deutschlands zweitgrößter Bank nun mit einer Dividende, der ersten seit acht Jahren.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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   March 06, 2016 09:17 ET (14:17 GMT)

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