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25.08.2015 14:41

Mehrheit der Unternehmen gegen Russland-Sanktionen

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   Von Stefan Lange

   BERLIN (Dow Jones)--Die seit einem Jahr bestehenden harten Sanktionen gegen Russland stoßen bei einer Mehrheit der deutschen Wirtschaft auf Ablehnung. 73 Prozent der Unternehmen sehen keine politische Wirkung und sind gegen die Sanktionen, ist das Ergebnis einer Umfrage der deutsch-russischen Außenhandelskammer, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach halten nur 27 Prozent die Sanktionen für wirksam. Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage Russlands fiel auf den schlechtesten Wert seit zehn Jahren.

   Mehr als 80 Prozent der Befragten schätzten die wirtschaftliche Lage Russlands als negativ oder leicht negativ ein - kein einziges Unternehmen habe mit "gut" geantwortet, erklärte der Präsiden-t der deutsch-russischen AHK, Rainer Seele. In der knapp zehnjährigen Geschichte der Umfrage sei dies der schlechteste Wert überhaupt. Mit einer Erholung wird von den meisten Unternehmen frühestens Mitte 2016 gerechnet.

   Allerdings werden nicht in erster Linie die Sanktionen für die Lage verantwortlich gemacht, sondern die schlechte wirtschaftliche Entwicklung und der niedrige Ölpreis. 20 Prozent der Unternehmen rechnen außerdem bereits für dieses Jahr mit einem positiven Ergebnis.

   Nur 2 Prozent spüren Ablehnung

   Befragt wurden den Angaben zufolge 158 Teilnehmer, die 67.000 Mitarbeiter präsentieren und 2014 einen Umsatz in Höhe von 13,4 Milliarden Euro erzielten. Die Zahl der von Sanktionen betroffenen Unternehmen stieg stetig, aktuell ist die Hälfte davon betroffen, wie Seele erklärte. Als größte Hürde wurden die Finanzmarkteinschränkungen genannt (51 Prozent).

   Allerdings gab auch die Hälfte (51 Prozent) der Befragten an, keine Veränderung im Verhältnis zu den russischen Partnern zu verspüren. Ein Drittel verspürte eine "Zurückhaltung", 8 Prozent eine "Wiederannäherung". Immerhin noch 7 Prozent konstatierten eine "Orientierung nach Asien" und 2 Prozent sehen sich mit Ablehnung konfrontiert.

   Als Reaktion auf die Annexion der Krim hatte die EU im März 2014 erste Sanktionen gegen Russland erlassen. Dazu gehörten vor allem Reisebeschränkungen und Kontoeinfrierungen. Massiv verschärft wurden die Sanktionen dann am 31. Juli vergangenen Jahres, als die EU weitreichende Wirtschaftssanktionen verabschiedete. Darunter ein Waffenembargo, ein Ausfuhrverbot für Güter mit doppeltem Verwendungszweck (Dual Use) und eine Beschränkung des Kapitalmarktzugangs für russische Finanzinstitute.

   Kontakt zum Autor: stefan.lange@wsj.com

   DJG/stl/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   August 25, 2015 08:41 ET (12:41 GMT)

   Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 41 AM EDT 08-25-15

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