Casino-Aktie vom Handel ausgesetzt: Angeschlagene Casino hat zwei Offerten für frisches Kapital

Dem unter hohen Schulden ächzenden französischen Einzelhandelskonzern Casino liegen zwei Angebote für Kapitalspritzen vor.
Eine Offerte komme von der EP Global Commerce des Metro-Großaktionärs Daniel Kretinsky und der Holding Fimalac, teilte Casino am Dienstag mit. Hinter dem zweiten Angebot stehe die 3F-Holding, ein Vehikel des Investment-Bankers Matthieu Pigasse, des Tech-Investors Xavier Niel und des Geschäftsmanns Moez-Alexandre Zouari. 3F kündigte seinerseits an, rund 900 Millionen Euro in Casino stecken zu wollen. Das Casino-Management will nun die beiden Offerten prüfen und dann am Mittwoch mit den Gläubigern erörtern.
Casino hat einen milliardenschweren Schuldenberg aufgetürmt, allein 2024 und 2025 laufen Kredite in einer Höhe von insgesamt rund drei Milliarden Euro aus. Die Aktien des Konzerns stehen seit Wochen unter Druck. Casino, Eigner der Ketten Monoprix und Franprix, hatte angekündigt, bis Ende Juli eine Einigung mit seinen Gläubigern über eine Umschuldung erzielen zu wollen. Dazu brauche die Kette mindestens 900 Millionen Euro frisches Kapital.
Die Aktie des angeschlagenen französischen Einzelhandelskonzerns Casino Guichard-Perrachon et Cie hat sich am Dienstag in Hoffnung auf eine größere Kapitalspritze von Investoren deutlich erholt. Zeitweise gewann der Wert an der Euronext über 17 Prozent auf 4,62 Euro. Bevor die Aktie vom Handel ausgesetzt wurde, ging es noch 16,22 Prozent auf 4,572 Euro aufwärts. In den vergangenen Tagen hatte sich die Aktie im Vergleich zu den Hochs aus dem Juni halbiert wegen der Angst vor einer finanziellen Schieflage.
Paris (Reuters) und dpa (AFX)
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