MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

06.02.26 07:30 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ TAGESTHEMA +++++

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Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands dürfte im Dezember gesunken sein. Volkswirte erwarten, dass der Output von verarbeitendem Gewerbe, Bau- und Energiewirtschaft gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken ist. Im Oktober hatte die Produktion um 2,0 Prozent zugelegt und im November um 0,8 Prozent. Mit den Dezember-Daten rundet sich nun das Bild für das vierte Quartal, wobei bereits bekannt ist, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt um 0,3 Prozent gestiegen ist. Allerdings könnte der Rückgang der Produktion im Dezember noch etwas stärker als in der vergangenen Woche prognostiziert ausfallen: Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe ist um 1,4 Prozent gesunken. Das deutet auf etwas schwächeres Produktionsergebnis hin.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

BECHTLE (7:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das Gesamtjahr 2025 (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie und Dividende in Euro, Marge In Prozent):

PROG PROG PROG

GESAMTJAHR Gj25 ggVj Zahl Gj24

Geschäftsvolumen 6.701 -16% 9 7.949

Umsatz 6.472 +3% 10 6.306

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Ergebnis vor Steuern 319 -7% 10 345

Ergebnis vor Steuern-Marge 4,9 -- 10 5,5

Ergebnis nach Steuern/Dritten 230 -6% 6 245

Ergebnis je Aktie 1,83 -6% 4 1,95

Dividende je Aktie 0,67 -4% 9 0,70

Weitere Termine:

13:00 US/Philip Morris International Inc, Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

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Unternehmen Dividende

Siemens Healthineers 1,00 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Handelsbilanz Dezember

Handelsbilanz kalender- und saisonbereinigt

PROGNOSE: k.A.

zuvor: +13,0 Mrd Euro

Exporte

PROGNOSE: +1,0% gg Vm

zuvor: -2,5% gg Vm

Importe

PROGNOSE: -0,2% gg Vm

zuvor: +0,8% gg Vm

08:00 Produktion im produzierenden Gewerbe Dezember

saisonbereinigt

PROGNOSE: -0,2% gg Vm

zuvor: +0,8% gg Vm

- US

16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) Februar

PROGNOSE: 55,0

zuvor: 56,4

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 24.567,00 +0,2%

E-Mini-Future S&P-500 6.812,25 -0,1%

E-Mini-Future Nasdaq-100 24.593,75 -0,2%

Nikkei-225 (Tokio) 54.222,88 +0,8%

Hang-Seng (Hongk.) 26.661,76 -0,8%

Shanghai-Comp. 4.085,43 +0,2%

Vortag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 24.491,06 -0,5%

DAX-Future 24.521,00 -0,9%

XDAX 24.439,09 -0,2%

MDAX 31.434,51 -0,3%

TecDAX 3.628,05 +0,4%

SDAX 17.878,47 -0,3%

Euro-Stoxx-50 5.925,70 -0,7%

Stoxx-50 5.071,44 -0,8%

Dow-Jones 48.908,72 -1,2%

S&P-500 6.798,40 -1,2%

Nasdaq Composite 22.540,59 -1,6%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Weiterhin seitwärts werden Europas Börsen am Freitag erwartet. Wie in den Vortagen dürften sich die Haupt-Indizes relativ ruhig zeigen, während es im Hintergrund bei den Branchen zu deutlichen Kursausschlägen kommt. "Die heftige Sektorrotation sorgt aber dafür, dass sich Gewinner und Verlierer ausgleichen", kommentierte ein Händler. So ging es bei Auto- und Chemiewerten dank besserer Konjunkturaussichten zuletzt nach oben, Telekom- und Nahrungsmittelwerte waren als "sichere Häfen" gegen den Technologie-Crash gesucht. Zinsentscheidung und Aussagen der EZB haben derweil keine größeren Spuren hinterlassen. Mit dem Hinweis auf die Datenabhängigkeit ihrer Entscheidungen hat sich die Zentralbank jeden Spielraum erhalten.

Rückblick: Leichter - Keine Veränderungen der Leitzinsen, keine Veränderung in der Kommunikation - dies war die Botschaft der EZB. Die Akzente setzte aber die Berichtssaison. Aus dem Bankensektor legten BBVA sowie BNP Paribas Geschäftszahlen vor, der Branchenindex notierte 3,3 Prozent im Minus. BNP Paribas (+1,1%) habe positiv überrascht, der Gewinn 5 Prozent über dem Konsens gelegen, so Jefferies. BBVA stürzten dagegen um 8,8 Prozent ab. Die Geschäftszahlen entsprachen zwar den Erwartungen. Die Zahlen für die Türkei und Südamerika hätten die Schätzungen aber verfehlt, merkten Marktakteure an. Vestas fielen um 8,7 Prozent, nachdem der Windturbinenhersteller einen durchwachsenen Geschäftsbericht vorgelegt hatte. Das Unternehmen meldete für das Schlussquartal ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter Konsens. Für den Wettbewerber Nordex ging es um 2,6 Prozent nach unten. Die von Volvo Car (-23,6%) verfehlten Umsatz- und Gewinnziele bedeuteten, dass die Konsensschätzungen um 10 bis 15 Prozent gesenkt werden könnten, urteilte die UBS. Der Sektor der Automobilhersteller gehörte mit minus 2,7 Prozent zu den Verlierern.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Die Stimmung hat sich leicht eingetrübt, der Rücksetzer wurde kaum für Käufe genutzt. Mit einem Minus von 6,5 Prozent stellten Rheinmetall den DAX-Tagesverlierer. Der Rüstungskonzern hatte mit dem Pre-Close-Call nicht überzeugt, wie Berenberg anmerkte. Nach durchwachsenen Geschäftszahlen gaben Siemens Healthineers 0,5 Prozent nach. Der Umsatz liege im ersten Quartal einen Tick unter den Konsensschätzungen. Als sehr vernünftig wurde an der Börse der sofortige Beginn des Aktienrückkaufs bei SAP gewertet, die Aktie gewann gegen den Trend knapp 2 Prozent. Qiagen (-0,6%) legte bessere Quartalszahlen vor und der Ausblick für das Gesamtjahr entsprach den Erwartungen. Rational haussierten nach Geschäftszahlen um 13,5 Prozent. Die Zahlen lägen deutlich über den Schätzungen. Die deutschen Automobilhersteller litten unter den Geschäftszahlen von Volvo Cars. VW (-3,7%), BMW (-2,3%) wie auch Mercedes-Benz (-3,2%) wurden gleich mitverkauft. Nordex wurden derweil von den enttäuschenden Quartalszahlen von Wettbewerber Vestas belastet - der Kurs schloss 2,6 Prozent im Minus. Bei Heidelberger Druckmaschinen missfiel der Auftragseingang, die Aktie wurde mit einem Minus von 14 Prozent abgestraft.

XETRA-NACHBÖRSE

Laut einem Händler von Lang & Schwarz wurden Bayer 3,5 Prozent fester getaxt. Hintergrund waren erfolgreiche Studienergebnisse.

USA - AKTIEN

Schwach - Die Verunsicherung mit Blick auf die Softwarebranche dauert an, der Branchenindex im S&P-500 gab weitere 1,7 Prozent ab. Auslöser war das KI-Unternehmen Anthropic, das ein Zusatzmodell für seinen Chatbot Claude vorgestellt hatte, das auch juristische Aufgaben übernehmen kann. Am Markt sah man dadurch das Geschäftsmodell der Anbieter von Software-as-a-Service gefährdet. Vor diesem Hintergrund wurde die Absicht von Alphabet, die Investitionen 2026 zu verdoppeln, kritisch hinterfragt, zumal der Markt von deutlich niedrigeren Ausgaben ausgegangen war. Daher stand der gesamte Technologiesektor unter Druck. Nach zuletzt schwachen ADP-Daten sendete der Arbeitsmarkt erneut Zeichen der Schwäche. Die wöchentlichen Daten fielen schwächer als veranschlagt aus. Zudem sank die Zahl der offenen Stellen im Dezember auf das tiefste Niveau seit 2020. Alphabet hatte mit den Viertquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Kritisch sahen Anleger aber die Investitionspläne - die Aktie fiel daher um 0,5 Prozent. Qualcomm stürzten um 8,5 Prozent ab. Der Chiphersteller hatte zwar besser abgeschnitten als erwartet, mit der Umsatzprognose jedoch die Konsenserwartung verfehlt. Nvidia (-1,4%) hatte Vertreter der US-Regierung gewarnt, dass die kürzlich veröffentlichten Vorschriften für Chip-Exporte nach China zu streng seien und zu Lasten der Nachfrage gehen könnten.

USA - ANLEIHEN

Die Notierungen der US-Anleihen zeigten sich fester. Die Zehnjahresrendite verlor mit den schwachen Arbeitsmarktdaten 8 Basispunkte auf 4,20 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Do, 17:59 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1800 +0,2% 1,1782 1,1801 +0,5%

EUR/JPY 185,08 +0,0% 185,01 185,16 +0,5%

EUR/CHF 0,9161 -0,1% 0,9166 0,9173 -1,4%

EUR/GBP 0,8692 -0,1% 0,8703 0,8713 -0,9%

USD/JPY 156,85 -0,1% 157,04 156,90 +0,0%

GBP/USD 1,3575 +0,3% 1,3537 1,3545 +1,3%

USD/CNY 6,9594 +0,0% 6,9589 6,9530 -1,0%

USD/CNH 6,9385 +0,0% 6,9382 6,9345 -0,6%

AUS/USD 0,6959 +0,4% 0,6929 0,6969 +4,9%

Bitcoin/USD 65.733,95 +2,8% 63.926,40 67.879,55 -18,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 06, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)