MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

03.02.26 07:34 Uhr

Die Erdölpreise standen unter Druck. Die Notierungen für Brent und WTI fielen um bis zu 6,2 Prozent. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zerstreuten Angebotssorgen, hieß es. Daneben hatten mehrere Mitglieder der Opec+-Staaten vereinbart, die Fördermengen unverändert zu lassen und nicht zu senken.

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US-ARBEITSMARKT

Der Teil-Regierungsstillstand in den USA sorgt erneut für Verzögerungen bei wichtigen Konjunkturdaten. Wie das Amt für Arbeitsmarktstatistik der USA (BLS) mitteilte, wird der Arbeitsmarktbericht für Januar nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht.

HANDEL USA - INDIEN

Die USA und Indien haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt. Die USA werden die reziproken Zölle auf Waren aus Indien auf 18 Prozent von bislang 25 Prozent reduzieren, wie US-Präsident Donald Trump mitteilte. Neu-Delhi habe sich im Zuge der Vereinbarung außerdem verpflichtet, kein russisches Öl mehr zu kaufen.

RESERVE BANK OF AUSTRALIA

Die australische Notenbank hat die Zinsen erstmals seit Ende 2023 erhöht und zur Begründung auf eine Verschlechterung der Inflationsaussichten und einen breiten Wirtschaftsaufschwung in den vergangenen Quartalen verwiesen. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hob den offiziellen Leitzins am Dienstag um 25 Basispunkte auf 3,85 Prozent an und machte damit die erst im August erfolgte Zinssenkung rückgängig - eine plötzliche Kehrtwende, nachdem ihre Inflationsprognosen nicht eingetroffen waren.

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KRITISCHE ROHSTOFFE EU

Die EU hat laut einem Bericht des Europäischen Rechnungshofes Schwierigkeiten, die Versorgung mit den für Energie- und Klimaziele notwendigen Rohstoffen sicherzustellen. Sie ist demnach zu stark abhängig von einigen wenigen Nicht-EU-Ländern.

BAYWA

hat vor Gegenwind für ihren Sanierungsplan wegen der Marktentwicklung bei erneuerbaren Energien gewarnt. Der Konzern sieht aufgrund der Marktentwicklung in den USA und Europa die Möglichkeit, dass es zu wesentlichen Abweichungen bei der Geschäftsplanung der Erneuerbaren-Tochter Baywa r.e. kommen könnte. Vorsorglich habe man Gespräche mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären aufgenommen, um die Refinanzierungsfähigkeit von Baywa am Ende des Sanierungszeitraums sicherzustellen.

NORMA

muss Buchwerte bestimmter Beteiligungen in der Region EMEA (insbesondere in Deutschland) korrigieren. Es wurde entsprechender Wertberichtigungsbedarf bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2025 identifiziert. Die nicht zahlungswirksame Korrektur der Buchwerte schlage mit 102 Millionen Euro im Einzelabschluss der Norma Group nach HGB zu Buche. Es bestehe keinen Einfluss auf das operative EBIT des IFRS-Konzernabschlusses. Das Unternehmen bestätigt seine Ziele für Umsatz und Marge für 2025. Norma will Erlöse aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Water Management teilweise an die Aktionäre zurückgeben. So sollen bis zu 260 Millionen Euro über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückfließen.

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PROSIEBENSAT1

Das schwache TV-Werbeumfeld - auch im wichtigen Schlussquartal - hat der Prosiebensat1 Media SE zu schaffen gemacht. Der Medienkonzern meldete für 2025 einen Rückgang sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn. Die eigene Erwartung wurde teilweise verfehlt. Der Umsatz sank nach vorläufigen Geschäftszahlen auf 3,68 Milliarden Euro von 3,92 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der organische Rückgang - bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen - betrug 2 Prozent. Der Konzern hatte 3,65 bis 3,8 Milliarden Euro erwartet. Das EBITDA sank auf 405 Millionen Euro von 557 Millionen. Prosieben hatte ihren Ausblick im November gesenkt und rechnete zuletzt mit 420 bis 450 Millionen Euro.

SILTRONIC

hat für das vierte Quartal folgende Zahlen vorgelegt (in Millionen Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):

. BERICHTET PROG PROG

4. QUARTAL 2025 4Q25 ggVj 4Q25 ggVj 4Q24

Umsatz 372 +3% 339 -6% 361

EBITDA 86 -8% 74 -21% 93

EBITDA-Marge 23,3 -- 21,9 -- 25,8

EBIT -34 -- -52 -- 27

NOVO NORDISK

hat mit dem Abnehm-Medikament CagriSema einen Studienerfolg erzielt. Das Medikament, das einmal wöchentlich injiziert wird und zwei Wirkstoffe zur Behandlung von Adipositas kombiniert, hat vielversprechende Ergebnisse bei Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion gezeigt.

PALANTIR

verzeichnete im vierten Quartal einen Nettogewinn von 609 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie betrug 25 (Vorjahr 14) Cent und damit mehr als Analysten im Konsens mit 23 Cent veranschlagt hatten. Gewinn und Umsatz übertrafen somit die Erwartungen der Analysten. Die Palantir-Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel um 11,5 Prozent.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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February 03, 2026 01:34 ET (06:34 GMT)