MORNING BRIEFING - USA/Asien

04.02.26 07:43 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA I +++++

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Ein privater Indikator für Chinas Dienstleistungssektor zeigte im Januar eine Beschleunigung des Wachstums. Der RatingDog China General Services Purchasing Managers Index stieg von 52,0 im Dezember auf 52,3 im Januar und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Monaten. Die Marke von 50 trennt das Wachstum von einer Schrumpfung. Das schnellere Dienstleistungswachstum wurde durch einen stärkeren Anstieg bei Neugeschäften unterstützt, wobei sich das Wachstum bei den Auftragseingängen laut RatingDog zum ersten Mal seit drei Monaten beschleunigte. Besonders die Auslandsnachfrage verbesserte sich zum zweiten Mal in den zurückliegenden drei Monaten, was zum Teil auf die Einführung neuer Produkte zurückzuführen ist, so die Agentur. "Insgesamt ist der Dienstleistungssektor stabil ins Jahr gestartet", sagte Yao Yu, Gründer von RatingDog.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Advanced Micro Devices hat im vierten Quartal dank eines boomenden Rechenzentrumsgeschäfts einen Umsatzsprung von 34 Prozent verzeichnet. Der Chiphersteller wies für das Quartal einen Gewinn von 1,51 Milliarden US-Dollar oder 92 Cent je Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 482 Millionen US-Dollar oder 29 Cent je Aktie betragen. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 1,53 Dollar und damit über den von Analysten laut Factset erwarteten 1,32 Dollar. Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf 10,27 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 9,69 Milliarden Dollar prognostiziert. Für das erste Quartal 2026 rechnet AMD mit einem Umsatz zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar. Dies läge über der Prognose der Wall Street von 9,42 Milliarden Dollar. Die Prognose von AMD beinhaltet rund 100 Millionen Dollar aus dem Verkauf des Instinct MI308 nach China.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

08:30 US/GE Healthcare Technologies Inc, Jahresergebnis (14:30 Webcast)

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12:45 US/Abbvie Inc, Jahresergebnis

13:00 US/Uber Technologies Inc, Ergebnis 4Q

22:00 US/Qualcomm Inc, Ergebnis 1Q

22:05 US/Alphabet Inc (Google-Holding), Jahresergebnis

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Januar

Beschäftigung privater Sektor

PROGNOSE: +45.000 Stellen

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zuvor: +41.000 Stellen

15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Januar

PROGNOSE: 52,5

1. Veröff.: 52,5

zuvor: 52,5

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Januar

PROGNOSE: 53,5

zuvor: 54,4 Punkte

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen

Energy Information Administration (EIA) Vorwoche

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 6.930,90 +0,2%

E-Mini-Future Nasdaq-100 25.366,00 +0,1%

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.927,80 +0,8%

Nikkei-225 (Tokio) 54.293,36 -0,8%

Hang-Seng (Hongk.) 26.937,03 +0,4%

Shanghai-Comp. 4.089,75 +0,5%

Kospi (Seoul) 5.371,10 +1,6%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

An den asiatischen Börsen zeigt sich am Mittwoch kein einheitliches Bild. Nach schwach aufgenommenen Zahlen von Nintendo geht es an der Börse Tokio mit den Kursen kräftiger nach unten. Dagegen stiegen die Notierungen in Sydney dank sich weiter erholender Rohstoffpreise. Edelmetalle scheinen die jüngste Korrektur abgeschlossen zu haben. Der Goldpreis notiert wieder über der Marke von 5.000 Dollar die Feinunze. Nintendo-Aktien brachen um 11,2 Prozent ein, und das trotz solider Zahlen. Hauptbelastungsfaktor ist ein nur bestätigter Ausblick auf das laufende Jahr. Für Unruhe im Tech-Bereich sorgte auch eine neue KI-Anwendung von Anthropic. Mittels der Software können juristische Aufgaben automatisiert werden. Die Aktien von Datenanbietern bzw. Anbietern von Daten-Analysetools gerieten daraufhin an den US-Börsen massiv unter Druck - Händler sprachen von einer möglichen neuen Konkurrenz im Bereich der Datenanalyse. Stützend wirken indes neue Konjunkturdaten aus der Region. In China zog der von Ratingdog (ex Caixin) ermittelte Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Service-Bereich auf 52,3 an und damit auf ein Drei-Monats-Hoch. Noch besser sei allerdings die Breite des Aufschwungs durch ganz Asien. Wie S&P Global mit seinem Asien-Sektor-Index feststellt, zeigt die Mehrheit aller Branchen ein Rekordwachstum bei der Aktivität im Januar: In 16 von 18 Sektoren ging es nach oben.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.240,99 -0,3% -166,67 +2,8%

S&P-500 6.917,81 -0,8% -58,63 +2,1%

NASDAQ Comp 23.255,19 -1,4% -336,92 +1,9%

NASDAQ 100 25.338,62 -1,6% -399,99 +2,3%

Dienstag Montag

Umsatz NYSE (Aktien) 1,54 Mrd 1,41 Mrd

Gewinner 1.478 1.615

Verlierer 1.279 1.141

Unverändert 74 90

Leichter - Nach einem Allzeithoch des Dow-Jones-Index strichen Anleger Gewinne ein - befeuert von Verlusten im Technologiesektor. Denn eine neue Analyse-Software von Anthropic sorgte am KI-Markt für Wirbel. Die Aktien von Datenanbietern bzw. Anbietern von Daten-Analysetools gerieten daraufhin massiv unter Druck - Händler sprachen von einer möglichen neuen Konkurrenz im Bereich der Datenanalyse. Der Imformationsverarbeitungssektor im S&P-500 verlor als Schlusslicht 2,2 Prozent - Thomson Reuters büßten 15,7 Prozent ein. Palantir kletterten um 6,9 Prozent. Das Unternehmen meldete einen Rekordumsatz. Nach einem schwachen Ausblick brachen die Titel der Analyse- und Beratungsgesellschaft Gartner um 20,9 Prozent ein. Pepsico hatte im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet und mitgeteilt, im kommenden Jahr die Kosten senken und den Absatz ankurbeln zu wollen. Die Aktie stieg um 4,5 Prozent. Merck hatte im vierten Quartal einen höheren Umsatz verzeichnet, der Kurs legte um 2,2 Prozent zu. Wettbewerber Pfizer hatte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal zwar die Erwartungen der Analysten übertroffen, doch blieb der Ausblick unter Konsens. Die Titel büßten 3,5 Prozent ein. Paypal brachen um 20,3 Prozent ein, der Zahlungsdienstleister hatte einen Rückgang des Gewinns prognostiziert.

US-ANLEIHEN

Die negative Stimmung am Aktienmarkt sorgte für Umschichtungen in Rentenpapiere, die Renditen drehten daher ins Minus; die Zehnjahresrendite sank um 1 Basispunkt auf 4,27 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:15 % YTD

EUR/USD 1,1834 0,1 1,1819 1,1810 +0,2%

EUR/JPY 184,99 0,5 184,08 183,63 -0,4%

EUR/GBP 0,8626 -0,0 0,8630 0,8626 -1,1%

GBP/USD 1,3718 0,2 1,3695 1,3691 +1,3%

USD/JPY 156,32 0,4 155,76 155,48 -0,7%

USD/KRW 1.451,30 0,2 1.447,69 1.442,88 +0,8%

USD/CNY 6,9567 -0,0 6,9586 6,9579 -0,8%

USD/CNH 6,9325 -0,0 6,9344 6,9326 -0,5%

USD/HKD 7,8139 0,0 7,8132 7,8127 +0,3%

AUD/USD 0,7031 0,2 0,7018 0,7036 +4,0%

NZD/USD 0,6042 -0,1 0,6049 0,6050 +4,1%

BTC/USD 76.612,40 1,4 75.589,85 78.422,00 -11,1%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Dollar drehte nach einem Zehntageshoch ins Minus - der Dollar-Index büßte 0,3 Prozent ein. Damit könnte der Warsh-Effekt schon wieder verpufft sein. Die Nominierung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der US-Notenbank habe zwar Sorgen über die Unabhängigkeit der Fed verringert, die Verunsicherung über die künftige Geldpolitik bleibe aber, hieß es.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.064,71 4.946,40 +2,4% +118,31 +7,9%

Silber 87,72 85,425 +2,7% +2,30 +12,3%

Platin 1.936,56 1.879,26 +3,0% +57,30 +2,8%

Kupfer 6,04 6,09 -0,8% -0,05 +1,8%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Bei Gold nutzten Anleger die heftigen Verluste der vergangenen Tage zum Einstieg. Der Preis für die Feinunze erhöhte sich um 6,2 Prozent. Der Silberpreis stieg sogar noch deutlicher.

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 63,69 63,21 +0,8% +0,48 +8,0%

Brent/ICE 67,77 67,33 +0,7% +0,44 +8,8%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Die Ölpreise (+3%) erholten sich etwas von ihren Vortagesverlusten. Die Preise wurden von wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran gestützt. Am Markt machten Berichte die Runde, die US-Streitkräfte hätten eine iranische Drohne abgeschossen, die sich dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln genähert habe. Dass Indien kein russisches Erdöl mehr kaufen will, dürfte die Nachfrage nach westlichen Ölsorten stärken, hieß es.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

AMGEN

Das Biotechnologieunternehmen hat für das vierte Quartal einen Gewinn von 1,33 Milliarden US-Dollar oder 2,45 Dollar je Aktie gemeldet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 627 Millionen Dollar oder 1,16 Dollar je Aktie gelegen. Der bereinigte Gewinn lag bei 5,29 Dollar je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 4,51 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 9,87 Milliarden Dollar und lag damit über den von der Wall Street erwarteten 9,47 Milliarden Dollar.

CK HUTCHISON

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 04, 2026 01:43 ET (06:43 GMT)