MORNING BRIEFING - USA/Asien

05.02.26 07:45 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

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Alphabet hat im vierten Quartal einen Umsatzanstieg von 18 Prozent verbucht. Der Wachstum der Google-Muttergesellschaft wurde angetrieben durch die Bereiche digitale Werbung und Cloud-Computing, während das Unternehmen seine Ausgaben für künstliche Intelligenz erhöhte. Der Umsatz erreichte 113,8 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 111,3 Milliarden. Der Nettogewinn kletterte um 30 Prozent auf 34,5 Milliarden US-Dollar. Pro Aktie verdiente der Konzern 2,82 (Vorjahr 2,15) Dollar im Quartal und damit mehr als von der Konsensschätzung mit 2,63 Dollar in Aussicht gestellt. Das Unternehmen meldete für das Jahr 2025 einen Rekordumsatz von 403 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn erreichte im vergangenen Jahr rund 132 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen gab an, dass es für 2026 Investitionsausgaben von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar erwarte gegenüber 91 bis 93 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Googles Cloud-Sparte, die Rechenleistung an Rechenzentren verkauft, ist infolge des Wettlaufs um die Entwicklung von KI zu einer schnell wachsenden Einheit geworden. Die Cloud-Sparte erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von fast 18 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 48 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024 entspricht. Nachbörslich kletterte der Kurs in ersten Reaktionen um 2,2 Prozent.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

07:30 JP/Sony Corp, Ergebnis 3Q

08:00 JP/Suzuki Motor Corp, Ergebnis 3Q

13:00 US/Conocophillips, Ergebnis 4Q

22:00 US/News Corp Ltd, Ergebnis 2Q

22:05 US/Amazon.com Inc, Ergebnis 4Q

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+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 212.000

zuvor: 209.000

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 6.886,80 +0,1%

E-Mini-Future Nasdaq-100 24.947,80 +0,2%

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.889,20 -0,4%

Nikkei-225 (Tokio) 53.818,04 -0,9%

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Hang-Seng (Hongk.) 26.663,37 -0,7%

Shanghai-Comp. 4.075,01 -0,7%

Kospi (Seoul) 5.163,57 -3,9%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Nach unten ging es mit den Notierungen an den asiatischen Börsen am Donnerstag. Der Druck kam vor allem aus dem Technologiesektor angesichts der Sorge vor disruptiven KI-Modellen. Befürchtungen über die Tragfähigkeit bestimmter Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich haben eine scharfe Korrektur ausgelöst. Hintergrund ist eine neue Analyse-Software des KI-Unternehmens Anthropic, die weitgehend eigenständig juristische Arbeiten übernehmen kann, vermutlich aber auch für andere Datenanlyse-Tätigkeiten eingesetzt werden kann. Auch besser als erwartet ausgefallene nachbörslich veröffentlichte Geschäftszahlen von Alphabet können die Stimmung nicht heben. Der Nikkei fiel um 0,9 Prozent zurück, der technologielastige Kospi sogar um 3,9 Prozent. In Sydney ging es mit den Notierungen um 0,4 Prozent nach unten. Hier belasteten nachgebende Rohstoffpreise.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.501,30 +0,5% 260,31 +2,5%

S&P-500 6.882,72 -0,5% -35,09 +1,0%

NASDAQ Comp 22.904,58 -1,5% -350,61 -0,1%

NASDAQ 100 24.891,24 -1,8% -447,38 +0,3%

Mittwoch Dienstag

Umsatz NYSE (Aktien) 1,62 Mrd 1,54 Mrd

Gewinner 1.601 1.478

Verlierer 1.152 1.279

Unverändert 76 74

Uneinheitlich - Sorgen über neue KI-Modelle haben die Wall Street erneut belastet. Bereits am Vortag hatten Befürchtungen über die Tragfähigkeit bestimmter Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich die entsprechenden Werte massiv gedrückt. Der Ausverkauf im Softwaresektor setzte sich fort, der Index im S&P-500 war mit Abgaben von 1,9 Prozent erneut Branchenschlusslicht. Die Konjunkturdaten lieferten Argumente für und gegen Zinssenkungen, bewegten den Aktienmarkt aber kaum. Amgen zogen um 8,2 Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen hatte einen höheren Umsatz verzeichnet. Auch Eli Lilly hatte starke Geschäftszahlen im Sektor vorgelegt - der Kurs kletterte um 10,4 Prozent. Uber büßten 5,2 Prozent ein. Sowohl die Ergebnisse als auch der Ausblick blieben unter den Markterwartungen. AMD brachen um 17,3 Prozent ein. Der Chipkonzern hat überraschend starke Geschäftszahlen vorgelegt. Beobachter bemängelten jedoch den Ausblick auf die erste Periode - andere vermuteten Gewinnmitnahmen hinter den Abschlägen. Texas Instruments kauft den US-Halbleiterhersteller Silicon Labs. Der Kurs sank um 1 Prozent, dagegen haussierten Silicon Labs um 48,9 Prozent.

US-ANLEIHEN

Anleihen zeigten sich uneinheitlich. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg um 1 Basispunkt auf 4,28 Prozent. Die starke Aktivität im Dienstleistungssektor dämpfte Zinssenkungsfantasien etwas.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1792 -0,1 1,1807 1,1832 +0,6%

EUR/JPY 184,98 -0,1 185,18 185,11 -0,1%

EUR/GBP 0,8660 0,1 0,8648 0,8621 -1,0%

GBP/USD 1,3616 -0,3 1,3652 1,3725 +1,7%

USD/JPY 156,88 0,0 156,83 156,45 -0,7%

USD/KRW 1.465,25 0,3 1.461,21 1.452,56 +0,7%

USD/CNY 6,9598 0,0 6,9590 6,9567 -1,0%

USD/CNH 6,9394 -0,0 6,9416 6,9338 -0,6%

USD/HKD 7,8098 -0,0 7,8123 7,8111 +0,4%

AUD/USD 0,6977 -0,3 0,6998 0,7039 +5,3%

NZD/USD 0,5988 -0,2 0,6001 0,6046 +5,2%

BTC/USD 70.796,35 -2,2 72.362,70 76.350,80 -11,1%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Dollar stieg leicht - der Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu. Positive Daten aus dem US-Dienstleistungssektor stützten etwas.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.926,74 4.964,20 -0,8% -37,46 +14,5%

Silber 78,80 88,375 -10,8% -9,58 +19,4%

Platin 1.782,67 1.896,97 -6,0% -114,30 +7,5%

Kupfer 5,84 5,85 -0,1% -0,01 +5,5%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Die Goldpreise gaben ihre Gewinne im Verlauf wieder ab und stagnierten auf Tagessicht. Der Markt blieb damit extrem volatil. Aus struktureller Sicht sei bereits ein erheblicher technischer Schaden entstanden. Nach solchen Schwankungen benötigten die Märkte in der Regel Zeit für eine Konsolidierung, erläuterte Analyst Fawad Razaqzada von Forex.com.

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 63,73 65,14 -2,2% -1,41 +10,3%

Brent/ICE 68,04 69,46 -2,0% -1,42 +10,9%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Die Ölpreise stiegen um bis zu 1,9 Prozent. Denn die Rohöllagerbestände in den USA hatten sich unerwartet verringert. Zudem verwiesen Händler auf die für Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die möglicherweise nicht stattfinden werden.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

US-ARBEITSMARKT

Die offiziellen US-Daten zum Arbeitsmarkt werden nun kommende Woche veröffentlicht. Der Arbeitsmarktbericht für Januar, der ursprünglich diese Woche Freitag veröffentlicht werden sollte, ist nun für Mittwoch, den 11. Februar geplant, wie das Amt für Arbeitsmarktstatistik (BLS) mitteilte. Die Behörde hatte die Veröffentlichung wegen des Teil-Regierungsstillstands in den USA verschoben, der mittlerweile aufgehoben wurde. Auch andere Daten wurden neu angesetzt: Die Umfrage zu offenen Stellen und Arbeitsmarktfluktuation (Jolts) - ursprünglich für diese Woche Dienstag angesetzt - kommt nun am Donnerstag. Der Verbraucherpreisindex ist nun für Freitag kommender Woche vorgesehen.

FED

Fed-Gouverneurin Lisa Cook hält die erhöhte Inflation für eine größere Bedrohung für die Wirtschaft als einen schwächelnden Arbeitsmarkt. Diese Haltung lässt darauf schließen, dass sie einer Rückkehr zu Zinssenkungen skeptisch gegenüberstehen könnte. In einer Rede in Miami sagte Cook, die Wirtschaft sei weiterhin widerstandsfähig. Sie argumentierte, dass sich der Arbeitsmarkt zwar verlangsamt habe, die Bedingungen für die meisten Arbeitnehmer aber immer noch solide seien. Die Inflation bleibe unterdessen erhöht, und es sei zu früh, sich darauf zu verlassen, dass sich der Preisanstieg in Richtung des Jahresziels der Fed von 2 Prozent abkühle, so Cook.

BRUTTOINLANDSPRODUKT INDONESIEN

- BIP 4Q +5,39% gg Vorjahr (PROG +5,03%)

VERBRAUCHERPREISE PHILIPPINEN

- Verbraucherpreise Kernrate Jan +2,8% gg Vorjahr

- Verbraucherpreise Jan +2,0% gg Vorjahr (PROG +1,9%)

VERBRAUCHERPREISE THAILAND

- Verbraucherpreise Jan -0,66% gg Vorjahr (PROG -0,3%)

IPO / SPACEX

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 05, 2026 01:46 ET (06:46 GMT)