29.03.2022 16:07

Dermapharm-Aktie mit Verlusten: Dermapharm rechnet mit einem weiter profitablen Wachstum - Ausblick enttäuscht

Nach Rekordjahr: Dermapharm-Aktie mit Verlusten: Dermapharm rechnet mit einem weiter profitablen Wachstum - Ausblick enttäuscht | Nachricht | finanzen.net
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Der Arzneimittelhersteller Dermapharm rechnet dank der Kooperation mit BioNTech und der geplanten Cannabis-Legalisierung mit einem weiter profitablen Wachstum.
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"Trotz der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine blicken wir optimistisch auf das Geschäftsjahr 2022", sagte Unternehmenschef Hans-Georg Feldmeier laut Mitteilung vom Dienstag in Grünwald.

Der Vorstand peilt demnach für das laufende Jahr ein Umsatzplus von zehn bis 13 Prozent an, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um drei bis sieben Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2021 anziehen. Die Ziele des Unternehmens liegen dabei etwas unter den bisherigen Erwartungen der von Bloomberg erfassten Experten. Analyst Alexander Thiel vom Investmenthaus Jefferies sprach in einer ersten Reaktion von einem "enttäuschenden Ausblick". Allerdings gebe es noch Luft für das Unternehmen, die eigenen Prognosen zu übertreffen.

Zum Wachstum in diesem Jahr sollen laut Unternehmenschef Feldmeier neben dem Kerngeschäft die erweiterte Impfstoffkooperation mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech und das kürzliche übernommene Cannabisgeschäft beitragen. Die zugekaufte C3 Cannabinoid Compound Company werde in den kommenden Monaten in das Unternehmen integriert. "Die zu erwartende Liberalisierung des Cannabismarktes bietet darüber hinaus zusätzliches Wachstumspotenzial", ergänzte der Dermapharm-Lenker.

Die endgültigen Zahlen für das vergangene Jahr will Dermapharm am 12. April vorlegen. Vorläufige Kennziffern hatte das Unternehmen vor einer Woche veröffentlicht. Demnach war der Umsatz im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 943 Millionen Euro angewachsen, das um Einmalkosten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) nahm um drei Viertel auf 351 Millionen Euro zu. Damit wurde 2021 für das Unternehmen den eigenen Angaben zufolge das bisher erfolgreichste in der 30-jährigen Firmenhistorie.

Dermapharm hatte im vergangenen Jahr von einer hohen Nachfrage nach Präparaten zur Immunstärkung, wie beispielsweise Vitamin-D-Produkten profitiert.

Zudem gaben die Übernahme der Merck-Tochter Allergopharma und die Impfstoffkooperation mit Biontech Schub. Für den Mainzer Corona-Impfstoffhersteller produziert Dermapharm in Brehna bei Leipzig sowie in Reinbek in Schleswig-Holstein.

Dermapharm schwächeln im starken Marktumfeld wegen Ausblick

Ein von Analysten als konservativ beurteilter Ausblick hat am Dienstag die Anleger von Dermapharm enttäuscht. Der Kurs des Pharmaunternehmens fällt via XETRA zeitweise um 1,40 Prozent auf 60,00 Euro und gehört so zu den wenigen Verlierern im SDAX. Der Index der kleineren Börsenwerte legte zeitgleich zu.

Die Analysten Daniel Grigat vom Analysehaus Stifel und Alexander Thiel von Jefferies beurteilten den Ausblick unisono als unter den Erwartungen. Beide wollten dies aber perspektivisch nicht überbewerten.

Grigat betont, dass eine konservative Haltung durchaus typisch sei für das Unternehmen. So sei das Potenzial für die Impfstoffproduktion für BioNTech zu Jahresbeginn noch schwer abzuschätzen. Zudem habe das Unternehmen schon 2021 den Ausblick zweimal angehoben. Er bleibt daher positiv für die schon länger unter Druck stehende Aktie gestimmt - mit der BioNTech-Kooperation und dem jüngsten Zukauf im Cannabis-Bereich als wichtige Treiber. Seit dem Rekordhoch im Dezember hat die Aktie mehr als ein Drittel verloren.

GRÜNWALD / FRANKFURT (dpa-AFX)

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