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06.02.26 11:31 Uhr

KfW-Studie: Jeder vierte Euro der KMU-Investitionen läuft über Leasing

/ Finanzierungsinstrument stabilisiert Investitionen in unsicheren

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Zeiten

Berlin (ots) - Leasing spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von

Investitionen im deutschen Mittelstand. Nach einer aktuellen Studie von KfW

Research realisierten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Jahr 2024

Investitionen in Höhe von 61 Milliarden Euro über Leasing. Das entspricht rund

einem Viertel des gesamten Investitionsvolumens. Dieser Anteil ist seit 2021

weitgehend stabil.

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Vor allem größere mittelständische Unternehmen greifen auf Leasing zurück. Laut

KfW Research nutzen 55 Prozent der Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten

diese Finanzierungsform. Bei Kleinstunternehmen liegt der Anteil niedriger. Im

Durchschnitt greifen 18 Prozent der KMU auf Leasing zurück. Zum Vergleich: 28

Prozent der Unternehmen finanzieren Investitionen über Bankkredite, dies

entspricht 32 Prozent des Investitionsvolumens. Fördermittel machten 13 Prozent

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des Volumens aus.

Aus Sicht der Leasing-Branche wird Leasing zunehmend nicht nur zur Finanzierung,

sondern zur strategischen Steuerung von Investitionen und Liquidität eingesetzt.

"Gerade in wirtschaftlich unsicheren Phasen ermögliche es Unternehmen,

Investitionen planbar umzusetzen", erklärt Dr. Claudia Conen,

Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL).

Leasing senkt Einstiegshürden bei der Transformation

Im Zuge der wirtschaftlichen Transformation gewinnt Leasing auch nach

Einschätzung der Experten von KfW Research weiter an Bedeutung. Mehr als die

Hälfte der neu zugelassenen Elektro-Pkw wird inzwischen geleast. Damit leiste

Leasing einen bedeutenden Beitrag zum Markthochlauf der Elektromobilität, heißt

es in der Studie.

"Auch bei Investitionen in Ladeinfrastruktur und regenerative Energieanlagen

greift der Mittelstand vermehrt auf Leasing zurück. Das Leasing-Neugeschäft mit

Erneuerbaren stieg 2024 um 23 Prozent", ergänzt Dr. Conen. Leasing könne hier

helfen, Investitionsrisiken bei neuer Technologie zu begrenzen.

Daten aus der repräsentativen BDL-Marktstudie "Leasing in Deutschland 2025"

zeigen, dass Transformationsinvestitionen im Mittelstand meist über mehrere

Finanzierungsquellen abgesichert werden. Häufig werden laufender Cashflow und

Leasing kombiniert. Klassische Bankkredite spielen bei innovativen und

risikobehafteten Projekten eine geringere Rolle. Auch im Handwerk, das

traditionell zurückhaltender bei Fremdfinanzierungen ist, setzt rund jeder

fünfte Betrieb bei nachhaltigen Investitionen auf Leasing, wie eine aktuelle

Befragung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zeigt.

Liquidität und Planungssicherheit im Fokus

Die BDL-Studie zeigt, welche Faktoren die Nutzung von Leasing im Mittelstand

beeinflussen. Seit der Corona-Pandemie haben sich die Prioritäten vieler

Unternehmen verschoben. 65 Prozent der Unternehmen gaben an, heute stärker auf

ihre Liquidität zu achten als vor der Krise. Finanzierungsangebote werden

kritischer geprüft.

Für viele Mittelständler ist Leasing weniger Wachstumshebel als Voraussetzung,

um Investitionen überhaupt realisieren zu können. 81 Prozent sehen Leasing als

wichtiges Instrument, um trotz begrenzter finanzieller Spielräume investieren zu

können. 77 Prozent verbinden Leasing mit der Sicherung ihrer

Wettbewerbsfähigkeit.

Ergänzende Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung

Als wichtigste Motive für Leasing nennen Unternehmen die laufende Erneuerung der

technischen Betriebsausstattung, kalkulierbare Kosten und die Schonung der

Liquidität. Hinzu kommt der Wunsch nach individuell zugeschnittenen

Finanzierungslösungen.

Angesichts knapper personeller Ressourcen gewinnen Leasing-Lösungen mit

zusätzlichen Servicebausteinen an Bedeutung. Leistungen wie Wartung, Reparatur

oder Schadensmanagement entlasten Unternehmen organisatorisch. 58 Prozent der

befragten mittelständischen Unternehmen geben an, dadurch personelle Freiräume

zu gewinnen. Für 65 Prozent sind solche Services sogar ein wichtiges Kriterium

bei der Wahl einer Leasing-Finanzierung.

Leasing als Stabilisierungsinstrument

"Leasing kann Unsicherheit abfedern, aber keine grundsätzliche

Investitionszurückhaltung auflösen", sagt Conen. Die konstante Leasing-Quote bei

KMU sei daher ein Spiegel der vorsichtigen Haltung des Mittelstands. "Damit der

Mittelstand wieder stärker investiert, braucht es vor allem verlässliche und

praktikable Rahmenbedingungen. Weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige

Unternehmenssteuern und Planungssicherheit bleiben entscheidend."

Die Leasing-Branche hat 2024 Leasing- und Mietkauf-Investitionen in Höhe von

80,4 Milliarden Euro für ihre mittelständischen Kunden finanziert. Investiert

wurde in Pkw und Nutzfahrzeuge, Fahrräder, Maschinen, IT-Equipment,

Infrastruktur, erneuerbare Energieanlagen sowie andere Wirtschaftsgüter.

Link zur KfW-Research-Studie (https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthem

en/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2026/Fokus-Nr.-532-Februar

-2026-Leasing.pdf)

Link zur BDL-Studie "Leasing in Deutschland 2025" (https://jahresbericht.leasing

verband.de/leasing-markt-und-umfeld/repraesentative-unternehmensbefragung/)

Pressekontakt:

BDL Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen

Heike Schur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 030/20 63 370, mailto:schur@leasingverband.de

http://www.leasingverband.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/60394/6211845

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