OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Schwache Erholung ...

21.01.26 11:11 Uhr

Schwache Erholung setzt sich fort, zusätzliche US-Strafzölle trüben

aber die Aussichten / Brossardt: "Gegenzölle schaden immer auch uns

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selbst"

München (ots) - Die bayerische Wirtschaft exportierte im November 2025 Waren im

Wert von rund 19,2 Milliarden Euro ins Ausland, das waren 1,3 Prozent mehr als

im Vorjahresmonat. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 4,4 Prozent auf

20,2 Milliarden Euro. Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

bleibt angesichts der heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen

trotzdem vorsichtig. "Der leichte Anstieg der Ex- und Importe hat sich im

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November erfreulicherweise fortgesetzt, das macht Hoffnung. Zudem liegen auch

die Zahlen für Aus- und Einfuhren in den ersten elf Monaten des vergangenen

Jahres leicht im Plus. Der konjunkturelle Tiefpunkt scheint demnach vorerst

erreicht zu sein, gleichzeitig dämpfen die Entwicklungen im Zollstreit mit den

USA unsere Aussichten für dieses Jahr. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass

wir weiterhin ein Außenhandelsdefizit aufweisen. Ein zusätzlicher Strafzoll von

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zehn und später 25 Prozent auf alle Einfuhren in unseren wichtigsten Exportmarkt

, den USA, würde unsere bayerische Exportwirtschaft erneut hart treffen. Zudem

riskiert die ungerechtfertigte Androhung des US-Präsidenten auch, dass der

EU-US-Deal scheitert, was wiederum jegliche Planungssicherheit für die

Unternehmen zerstört. Die EU muss nun entschlossen reagieren und darf sich

nicht erpressen lassen. Gegenzölle dürfen aber nur das letzte Mittel sein - sie

schaden immer auch dem Land, das sie erhebt", so vbw Hauptgeschäftsführer

Bertram Brossardt.

Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte ist durchwachsen. "Die USA blieben in den

ersten elf Monaten des Jahres 2025 unser wichtigster Exportmarkt mit einem

Anteil an den gesamten bayerischen Ausfuhren von 11,6 Prozent. Umso

bedauerlicher ist es, dass wir auch aufgrund der aggressiven US-Zollpolitik

einen deutlichen Rückgang bei den Ausfuhren sehen, im November 2025 waren es

knapp 28 Prozent. Die neu angedrohten Strafzölle verheißen daher nichts Gutes

für unser Amerikageschäft. Erfreulicherweise zeigt sich zumindest etwas

Entspannung beim Exportgeschäft mit der Volksrepublik China. Die Exporte in das

Reich der Mitte stiegen im November um 11,3 Prozent. Weitere wichtige

Exportländer im November waren Österreich, Italien, Frankreich und Polen.

Lediglich die Ausfuhren nach Österreich gingen leicht zurück, beim Rest

verzeichnen wir einen Anstieg. Insgesamt exportierte der Freistaat 6,6 Prozent

mehr Waren in die EU-Länder, das entspricht 10,7 Milliarden Euro", erläutert

Brossardt weiter.

Auch bei den wichtigsten Exportgütern zeigt sich eine gemischte Lage. "Bei den

Pkw und den Maschinen verzeichnen wir kräftige Rückgänge um 11,8 Prozent

beziehungsweise 6,5 Prozent. Dabei sind beide Warengruppen zentrale Säulen der

bayerischen Exportwirtschaft. Die Ausfuhren von Geräten zur

Elektrizitätserzeugung und -verteilung sowie von Kfz-Teilen stiegen hingegen

leicht an. Die Lage bleibt aber weiterhin schwierig - und mit Blick auf die

Entwicklungen der letzten Tage haben sich die Erwartungen sogar wieder

eingetrübt", erklärt Brossardt und ergänzt: "Die wirtschaftlichen Verwerfungen

mit den USA bestimmen leider auch dieses Jahr. Für uns muss das bedeuten, dass

wir dringender denn je die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts entschieden

verbessern müssen, um trotz der schwierigen außenwirtschaftlichen Lage als

Standort so attraktiv wie zu möglich bleiben."

Pressekontakt:

Felix Fend, +49 (0) 89-551 78-335, mailto:felix.fend@vbw-bayern.de

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