Für Wincor Nixdorf wird es in Schwellenländern schwieriger
Wegen eines schwierigeren Geschäfts in Schwellenländern hat Wincor Nixdorf im ersten Halbjahr bei rückläufigen Umsätzen nur etwas mehr verdient.
Die Wachstumsdynamik in den Ländern, in denen das Unternehmen bisher deutlich zulegen konnte, lasse nach, begründeten die Paderborner die ungünstige Entwicklung. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hält der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen aber fest.
In den sechs Monaten per Ende März sanken die Erlöse des Unternehmens um 3 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Verhältnismäßig gut lief es im Geschäft mit Software und Services, wo der Umsatz immerhin um 1 Prozent zulegte. Das operative Ergebnis (EBITA) stieg um 3 Prozent auf 68 Millionen Euro und das Periodenergebnis um 2 Prozent auf 45 Millionen. Damit verfehlte Wincor Nixdorf aber die Erwartungen an der Börse.
Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2013/2014 ist Wincor Nixdorf zuversichtlich, das angepeilte Umsatzwachstum von 4 Prozent und einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses um 17 Prozent auf 155 Millionen Euro zu erreichen. Allerdings habe es zu Beginn des Geschäftsjahres nicht absehbarere Entwicklungen in vielen Schwellenländern gegeben.
So führten gegenüber dem Euro schwächere Währungen wichtiger Schwellenländer einerseits zu lokal verringerten Investitionsbudgets bei Kunden und andererseits zu verringertem Umsatzvolumen bei Wincor Nixdorf. Dazu gehören zum Beispiel die Länder Russland und Türkei. Da beide im letzten Geschäftsjahr sehr wichtige Wachstumsbeiträge geliefert hatten, waren an sie auch im laufenden Geschäftsjahr besondere Erwartungen geknüpft.
"Wir setzen weiterhin auf die Ausweitung unseres Geschäfts in Schwellenländern, auch wenn das Geschäft für Wincor Nixdorf dort schwieriger geworden ist", erklärte Vorstandsvorsitzender Eckard Heidloff.
DJG/kla/jhe Dow Jones Newswires