ROUNDUP: Macron fordert Übergangsregierung unter González

04.01.26 11:04 Uhr

PARIS (dpa-AFX) - Nach der Entmachtung des Staatspräsidenten Nicolás Maduro in Venezuela sollte nach Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Verantwortung in dem Land übernehmen. "Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen", teilte Macron mit. "Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann."

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Macron teilte später mit, er habe mit der venezolanischen Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado telefoniert. Er unterstütze ihren Aufruf zur Freilassung und zum Schutz der politischen Gefangenen in Venezuela. Zudem könne Machado bei ihren Bemühungen um einen friedlichen Übergang auf die Unterstützung Frankreichs zählen.

Die Oppositionspolitikerin bedankte sich auf X bei Macron. Sie hat ebenfalls die Einsetzung des Oppositionspolitikers González als Nachfolger von Maduro gefordert. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor skeptisch über Machados eigene künftige Rolle in Venezuela geäußert. "Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt", sagte er.

Macron: Venezuela wurde von einer Diktatur befreit

Macron hob hervor, das venezolanische Volk können sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt, schrieb Macron auf der Plattform X. Trump verbreitete Macrons Stellungnahme auf seiner eigenen Plattform Truth Social weiter.

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In der Nacht zum Samstag haben die USA bei einem militärischen Angriff auf Venezuela den Staatspräsidenten Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht. Sie sollen in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus".

Der Oppositionskandidat González hatte nach den Präsidentschaftswahlen 2024 den Sieg für sich reklamiert, die USA und mehrere Länder Lateinamerikas erkannten ihn als Wahlsieger an. Als sich Maduro nach der von Betrugsvorwürfen begleiteten Wahl trotzdem für eine dritte Amtszeit vereidigen ließ, verließ González das Land.

Macron schrieb, er stehe im Austausch mit Frankreichs Partnern in der Region. "Frankreich ist voll mobilisiert und wachsam, auch um die Sicherheit seiner Staatsangehörigen in diesen unsicheren Zeiten zu gewährleisten."/bf/DP/zb