Ölpreise zeitweise bei knapp 120 Dollar: Börsen in Asien brechen ein - Nikkei und KOSPI verlieren kräftig

Die Börsen in Ostasien haben mit heftigen Verlusten auf den rasanten Anstieg der Ölpreise reagiert. Zeitweise rückte die Marke von 120 Dollar in den Blick.
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In Tokio stürzte der Nikkei 225-Index für 225 führende Werte zeitweise um bis zu knapp acht Prozent ab, zuletzt ging es um 5,20 Prozent auf 52.728,72 Punkte abwärts. Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea. In Seoul rutschte der KOSPI zuletzt um 5,96 Prozent auf 5.251,87 Zähler ins Minus. Der Hang Seng verlor in Hongkong 1,35 Prozent auf 25.408,46 Punkte, während der Shanghai Composite überschaubare 0,67 Prozent auf 4.096,60 Punkte verlor.
Der Ölpreis war zuvor infolge des Iran-Kriegs erstmals seit Jahren wieder auf mehr als 100 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) angestiegen. Am Morgen kletterte der Preis für die Referenzsorte Brent um 26 Prozent auf 116,70 Dollar. Zuletzt wurde Brent noch bei 102,90 US-Dollar gehandelt, WTI kostete daneben 107,33 US-Dollar. Der Import von Öl ist für die ostasiatischen Volkswirtschaften von herausragender Bedeutung.
Seit Beginn des Iran-Kriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich das Plus beim Ölpreis inzwischen auf 60 Prozent: Ende Februar lag der Preis noch um die 70 Dollar pro Barrel. Auch die Spritpreise sind seither deutlich angestiegen.
TOKIO/SEOUL (dpa-AFX)
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