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05.08.2020 22:04

Analyst: Warum Teslas Geschäft "auf geliehener Zeit" basiert

Steuergutschriften im Fokus: Analyst: Warum Teslas Geschäft "auf geliehener Zeit" basiert | Nachricht | finanzen.net
Steuergutschriften im Fokus
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Mit seiner Bilanzvorlage im Juli schlug Tesla alle Erwartungen und auch für die Tesla-Aktie geht es - abgesehen von ihrem Corona-Crash im März - stetig aufwärts. Doch Tesla-Bär Gordon Johnson rechnet damit, dass Teslas Gewinne schon bald wieder zurückgehen dürften.
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• Tesla überrascht mit Absatzzahlen und Q2-Bilanz positiv
• 10-Q-Bericht aus Q1: Anstieg der Steuergutschrift-Einnahmen zu erkennen
• Diese dürften im zweiten Halbjahr wieder zurückgehen - und damit die Gewinne

Im Juli konnte Tesla Anleger und Experten positiv überraschen: Die Absatzzahlen im zweiten Quartal fielen besser aus als erwartet und das Unternehmen konnte im abgelaufenen Jahresviertel, das im Juni endete, das vierte Quartal in Folge schwarze Zahlen schreiben, womit einem Aufstieg in den marktbreiten S&P 500 im Grunde nichts mehr im Wege steht - diesbezüglich waren sich Tesla-Bullen sogar schon vor Zahlenvorlage sicher.

Doch Gordon Johnson, CEO und Gründer von GLJ Research, betrachtet Teslas Erfolg kritisch. In CNBCs "Squawk Box" erklärte Johnson vergangene Woche, dass Teslas Geschäftsmodell "auf geliehener Zeit" basiere, da sich das Unternehmen bisher nur auf regulatorische Steuergutschriften verlassen könne. "Squawk Box"-Moderator Andrew Ross Sorkin verlautete, dass dies der Punkt sei, weshalb der US-Elektroautobauer schon seit geraumer Zeit in der Kritik stehe: Tesla verdiene sein Geld mit Steuergutschriften und nicht mit den Autos selbst. Auf der anderen Seite könne argumentiert werden, dass dies nicht falsch oder illegal sei und dies für die nächsten Jahre, in denen andere Autobauer sich noch im Wandel befänden, gar das Geschäftsmodell des Unternehmens sein könne.

Starker Anstieg der Einnahmen aus Steuergutschriften

Laut Johnson zeige Teslas 10-Q-Bericht, der der SEC zum ersten Quartal vorgelegt wurde, dass das Unternehmen Umsatzerlöse aus der tatsächlichen Übertragung des Eigentums erfasse. Der massive Anstieg der Steuergutschrift-Einnahmen lasse vermuten, dass es einen Austausch in der Umsatzrealisierung gegeben habe, was bedeute, dass die Parteien, die die Gutschrift gekauft haben, diese möglicherweise nicht einmal besaßen.

Ohne Steuergutschriften keine schwarzen Zahlen

Wie stockstreet.de berichtet habe Tesla durch den Verkauf regulatorischer Steuergutschriften 420 Millionen US-Dollar erzielt. Da Tesla in den drei Monaten bis Ende Juni einen Überschuss von 104 Millionen Dollar auswies, wäre das Unternehmen abzüglich der Einnahmen durch diese Steuergutschriften bereits nicht mehr profitabel gewesen. Laut Johnson habe Tesla in den letzten 26 Quartalen - unter ausklammern der Gutschriften - überhaupt nur in vier Quartalen ein positives Nettoergebnis erzielen können - das jüngste davon sei das dritte Quartal 2019 gewesen.

Kann Tesla weiter profitabel bleiben?

Der Großteil der von Tesla verkauften Gutschriften gehe an Fiat Chrysler, dessen Zusammenschluss mit PSA derzeit geprüft wird. Fiat Chrysler habe angegeben, das Unternehmen werde in der Zeit von 2020 bis 2023 1,2 Milliarden US-Dollar für Steuergutschriften zahlen, erklärte Johnson gegenüber CNBC. Diese Summe impliziere, dass Tesla allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 bereits rund 60 Prozent dieser Steuergutschriften vorgezogen habe, so Johnson. Für das zweite Halbjahr 2020 rechne Tesla bereits mit einem Rückgang der Einnahmen durch den Verkauf von Steuergutschriften um 48 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr - Johnson erwarte daher einen deutlichen Rückgang der Gewinne beim US-E-Autobauer und 2021 werde es seiner Meinung nach wahrscheinlich noch schlimmer.

Bleibt nun abzuwarten, ob Tesla trotz sinkender Einnahmen aus dem Verkauf von Steuergutschriften weiterhin profitabel bleiben kann.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Sergio Monti Photography / Shutterstock.com, Frontpage / Shutterstock.com

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