Steyr Motors: Der Lackmustest steht an
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Steyr Motors hat 2025 zwar die abgesenkte Prognose erreicht, ergebnisseitig jedoch deutlich enttäuscht. Nun muss der Vorstand beweisen, dass die ambitionierten Wachstums- und Margenziele tatsächlich eingehalten werden können.
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Im Rahmen der Erwartungen hat die Steyr Motors AG das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen. Der Hersteller einsatzkritischer Motoren für militärische und zivile Anwendungen konnte seinen Umsatz um 16,4 Prozent auf 48,5 Mio. Euro steigern und damit zumindest das untere Ende der im November herabgesetzten Jahresprognose erreichen. Auch das bereinigte EBIT kam mit 7 Mio. Euro zumindest in der Mitte des abgesenkten Prognosekorridors zu liegen, lag damit allerdings um gut 30 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Üppiges Auftragspotenzial
Weitaus wichtiger für die Kursbildung als die Ist-Zahlen erscheinen bei den Österreichern jedoch die weiteren Aussichten. Und hier schürt der Vorstand nach wie vor hohe Erwartungen. Durch eine Vielzahl neuer Rahmenverträge, etwa mit Rheinmetall, dem asiatischen Vertriebspartner Tysun sowie Neukunden aus Indien, soll sich der Auftragsbestand bis 2030 bereits jetzt auf über 300 Mio. Euro belaufen. Darüber hinaus wird das zusätzliche Auftragspotenzial aus der Erschließung neuer Absatzmärkte – etwa für Schiffsmotoren in China, unbemannte Wasserfahrzeuge in den USA oder mobile Stromgeneratoren im Defense-Sektor – auf mehr als 500 Mio. Euro beziffert.
Spektakuläre Prognose
Umso wichtiger wird nun, dass die ambitionierten Perspektiven auch in entsprechende Geschäftszahlen übersetzt werden. Der Vorstand gibt sich hierbei ausgesprochen optimistisch und erwartet für 2026 einen Umsatzanstieg auf 75 bis 95 Mio. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von mindestens 15 Prozent. Im Mittel der Umsatzspanne entspräche dies einem Gewinnsprung von über 80 Prozent auf ein EBIT von gut 12 Mio. Euro. Noch dynamischer soll sich die Entwicklung im Folgejahr fortsetzen: Für 2027 wurde die Mittelfristprognose von 140 Mio. Euro Umsatz und 40 Mio. Euro EBIT erneut bekräftigt, was einer regelrechten Ertragsexplosion gleichkäme.
Prognosetreue auf dem Prüfstand
Sollten diese Ziele erreicht werden, wäre der aktuelle Börsenwert der Steyr-Aktie von rund 220 Mio. Euro nicht nur gut unterfüttert, sondern ließe weiteres erhebliches Aufwärtspotenzial erkennen. Allerdings steht der Vorstand nach der deutlichen Planverfehlung im vergangenen Jahr nun klar in der Bringschuld, 2026 seine Prognosetreue unter Beweis zu stellen. Insofern wird das laufende Jahr zum richtungsweisenden Lackmustest für Steyr Motors. Der weitere Newsflow sollte daher aufmerksam verfolgt werden.
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