ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Industrie gewinnt im Januar an Dynamik
Die deutsche Industrie hat im Januar deutlich an Schwung gewonnen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 49,1 von 47,0 Punkten, wie das Unternehmen in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 48,7 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
S&P Global: Eurozone-Industrie gewinnt an Schwung im Januar
Die Geschäftsaktivität im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone ist im Januar gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor erhöhte sich auf 49,5 (Vormonat: 48,8) Punkte, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 49,4 Zähler ausgewiesen worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung hin.
EZB-Sitzung dürfte sich um geopolitische Sorgen drehen
Geopolitische Risiken werden die Diskussion im Rat der Europäischen Zentralbank in dieser Woche dominieren, meint KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. "Die Unsicherheit über die künftigen wirtschaftlichen Aussichten bleibt hoch", sagt er. Obwohl die Grönland-Krise vorerst gelöst zu sein scheine, mache sich die EZB keine Illusionen darüber, dass die Spannungen wieder aufflammen könnten. Die starke Aufwertung des Euro sei nur ein weiteres Zeichen dieser Unsicherheit. "Die Stärke des Euro spiegelt nicht die wirtschaftliche Dynamik wider, sondern vielmehr das wachsende Misstrauen gegenüber der amerikanischen Politik", so Schumacher.
Euro-Aufwertung erhöht Chance auf EZB-Zinssenkung
Sollte der Euro bis zur Sitzung der Europäischen Zentralbank im März weiter aufwerten, würde dies eine weitere Zinssenkung wahrscheinlicher machen, schreibt Felix Schmidt von Berenberg in einem Kommentar. Während andere Auf- und Abwärtsrisiken für die Inflation derzeit weitgehend ausgeglichen schienen, erhöhe die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar das Risiko leicht, dass die Inflation in diesem Jahr unter das 2-Prozent-Ziel der Bank falle, meint er. Vergangene Woche hat der Euro zum ersten Mal seit Juni 2021 die Marke von 1,20 US-Dollar überschritten.
BoE könnte Zinsen im April senken
Die Bank of England könnte die Zinsen auf der April-Sitzung senken, schreiben die Volkswirte der Citi in einer Research Note. Es wird erwartet, dass die BoE bei ihrer Zinsentscheidung am Donnerstag die Zinsen unverändert lässt, da die jüngst veröffentlichten Daten aus Großbritannien, wie die Einkaufsmanagerindizes, auf eine robuste Konjunktur hingedeutet haben, so die Volkswirte. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 97 Prozent ein, dass die BoE die Zinsen in dieser Woche unverändert bei 3,75 Prozent belässt, wie aus Daten von LSEG hervorgeht. "Wir erwarten Zinssenkungen im April, Juli und November," so die Volkswirte der Citi.
BoE dürfte mit 7-2 für unveränderte Zinsen stimmen
Eine solide Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England dürfte bei der Zinsentscheidung am Donnerstag für eine Beibehaltung der Zinsen stimmen, schreibt Patrick Munnelly von der Tickmill Group in einer Research Note. Er erwarte, dass das Abstimmungsergebnis sieben zu zwei ausfalle, wobei sieben Mitglieder für die Beibehaltung der Zinsen bei 3,75 Prozent und zwei Mitglieder für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte seien. Die Märkte preisen eine 97-prozentige Wahrscheinlichkeit ein, dass die BoE die Zinsen in dieser Woche unverändert lassen wird, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
Opec+ gibt keinen Ausblick über März hinaus - Signalisiert Flexibilität
Die Opec+ hat keinen Ausblick auf ihre Förderpolitik über den März hinaus gegeben und signalisiert damit, dass sie sich angesichts eines höchst instabilen geopolitischen Umfelds ihre Optionen offen hält. Wie allgemein erwartet, bestätigte die Allianz die Pläne, die Förderquoten im März - dem letzten Monat eines dreimonatigen Einfrierens der Fördermengen - stabil zu halten, gab aber keinen Hinweis darauf, was im April oder im zweiten Quartal geschehen wird. "Die Gruppe räumt der Flexibilität Vorrang vor der Signalwirkung ein, was angesichts der sehr hohen geopolitischen Unsicherheit verständlich ist", meinen die Analysten von DNB. Ihr nächstes Treffen ist für den 1. März angesetzt.
DJG/DJN/apo
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February 02, 2026 07:30 ET (12:30 GMT)