ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Produktion sinkt im Dezember unerwartet deutlich
Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands ist im Dezember deutlicher als erwartet gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging sie gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent zurück und lag um 0,6 (November: plus 0,5) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang von 0,2 Prozent nur prognostiziert.
Deutsche Exporte steigen im Dezember überraschend stark
Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren im Dezember kräftig gesteigert. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 4,0 Prozent mehr im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 2,7 Prozent höher.
EZB dürfte Zinsen dieses Jahr stabil halten - Risiken deuten aber auf Senkung hin
Das Basisszenario von Jefferies sehe weiterhin vor, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen für den Rest des Jahres unverändert lasse. Die Risiken seien jedoch eindeutig in Richtung einer Zinssenkung als nächstem geldpolitischen Schritt verschoben, schreibt der Volkswirt Modupe Adegbembo in einer Research Note. "Zinssenkungen sind unserer Ansicht nach immer noch wahrscheinlicher als Zinserhöhungen, angesichts des deflationären Drucks durch die Stärke des Euro, der technologischen Disinflation und Chinas Bestreben, die globalen Handelspartnerschaften zu diversifizieren", so der Volkswirt.
Bostic spricht sich für stabile Fed-Zinsen aus
Die meisten Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve scheinen entschlossen zu sein, die Leitzinsen in naher Zukunft stabil zu halten. Dazu gehört auch der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic. "Für mich ist die Inflation schon zu lange zu hoch", sagte Bostic am Donnerstag während einer Veranstaltung an der School of Business der Clark Atlanta University. "Es ist wichtig, dass unsere Politik eine moderat restriktive Haltung beibehält. Denn dies ist eine Position, welche die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir die Inflation wieder auf unser 2-Prozentziel zurückführen."
Wahrscheinlichkeit für Fed-Zinssenkung steigt - US-Arbeitsmarktdaten schwächer
Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr zu Zinssenkungen durch die Fed. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind höher als erwartet ausgefallen, während Challenger einen starken Anstieg der angekündigten Entlassungen im Januar gemeldet hat. Die JOLTS-Daten haben unterdessen einen Rückgang bei den offenen Stellen gezeigt. Die Flaute "deutet darauf hin, dass der Offenmarktausschuss seinen Fokus voreilig vom Arbeitsmarkt wieder auf die Inflation verlagert hat", schreibt Samuel Tombs von Pantheon.
Australiens Wirtschaft in ziemlich guter Verfassung
Die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia, Michele Bullock, ist dem zunehmenden Pessimismus hinsichtlich der australischen Konjunkturaussichten entgegengetreten. Vor dem Parlament sagte sie, die Arbeitslosigkeit sei historisch niedrig, und obwohl die Inflation über dem Zielband liege, sei dies "keine Katastrophe". Bullock wurde stundenlang zu der Rolle befragt, die hohe Staatsausgaben bei der Anhebung der Zinssätze in dieser Woche gespielt haben könnten.
Indische Notenbank lässt Leitzins unverändert
Die indische Zentralbank hat ihren Leitzins unverändert gelassen. Ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien hat einen wichtigen wirtschaftlichen Gegenwind vorerst abgeschwächt. Die Reserve Bank of India (RBI) beschloss einstimmig, ihren Repo-Satz bei 5,25 Prozent zu belassen. Damit legte sie nach der Zinssenkung im Dezember eine Pause ein. Zudem votierte die RBI dafür, ihre geldpolitische Ausrichtung neutral zu halten.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweiz/SNB: Währungsreserven Jan 711,981 Mrd CHF
Schweiz/SNB: Währungsreserven betrugen im Dez 725,358 Mrd CHF
Japan/Ausgaben privater Haushalte Dez -2,6% (PROGNOSE: +0,1%) gg Vorjahr
Japan/Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Dez -3,6% gg Vorjahr
Japan/Konsumneigung Dez 37,0%
Japan/Konsumneigung Dez -1,9 Pkt gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
February 06, 2026 03:04 ET (08:04 GMT)