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19.10.2011 16:00

Hot Stock der Wall Street: CEMIG

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Die an der New York Stock Exchange gelistete CEMIG-Aktie legte seit Börsenstart eine beeindruckende Performance hin. Warum es weiter nach oben geht.
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von Tim Schäfer, New York

Zum Feiern reiste das Management des brasilianischen Versorgers nach Manhattan. Der Grund: Seit zehn Jahren ist CEMIG an der New York Stock Exchange gelistet. Die Aktie hat sich in dieser Zeit phänomenal entwickelt: Sie kletterte von vier auf über 15 Dollar. Eine Vervierfachung in einer Phase, als rund um den Globus die Kurse einbrachen, ist in der Tat beeindruckend. Mit dem Kursanstieg zog auch das Handelsvolumen und der Börsenwert an.

Derzeit bringt der Versorger zehn Milliarden Dollar auf die Börsenwaage. Der Gang an die New York Exchange hat sich auch aus anderer Hinsicht bezahlt gemacht: Vorstandschef Djalma Bastos de Morais hat nun 114.000 Aktionäre in 44 Ländern an Bord - auch in Deutschland hat er Fans. Seit zwölf Jahren ist die Aktie im Nachhaltigkeits-Segment des Dow Jones, dem sogenannten Sustainability World Index, gelistet, worauf der Vorstand besonders stolz ist. 59 Wasserkraftwerke und vier Windparks bilden das Herzstück der Gruppe. Daneben verfügt der Konzern über ein riesiges Leitungsnetz, an das 7,1 Millionen Kunden angebunden sind. Gas-Pipelines und Telekommunikationsdienstleistungen runden das Portfolio ab.

Zahlreiche Akquisitionen brachte der grüne Gigant in den vergangenen Jahren in trockene Tücher. Die Deals ergänzten die drei Geschäftsfelder: Stromerzeugung, Transport, Handel. Cemig ist nun der größte Strom-Distributor und der drittgrößte Energieproduzent Brasiliens. In allen drei Sparten strebt die Führungsspitze einen Marktanteil von jeweils 20 Prozent an. Das Imperium ist nun in 18 Bundesstaaten sowie in Chile präsent.

Brasilien ist die führende Wirtschaftsmacht Südamerikas. Der Energiebedarf wächst in dem aufstrebenden Land überproportional zum Bruttosozialprodukt. Neben diesem organischen Wachstum hat das Management drei zusätzliche Expansionsquellen: Erstens kann es die Strompreise erhöhen. Zweitens kann es in Nachbarländer vordringen oder neue inländische Metropolen anbinden. Drittens bestehet Einsparpotential. So nahm die Unternehmensberatung Roland Berger vor einiger Zeit die Abläufe unter die Lupe und riet dazu, Mitarbeiter abzubauen. Die Zahl der Beschäftigten sank von 10 422 im Jahr 2008 auf zuletzt 8 859. Erstaunlich daran ist, dass gleichzeitig das Geschäftsvolumen kräftig anzog.

Ich war bei einer Präsentation mit Investoren im eleganten Plaza Hotel am Central Park dabei, als die Spitze die Strategie erläuterte. Mit weiteren Übernahmen ist demnach zu rechnen. Gleichwohl achtet der Vorstand mit Argusaugen darauf, keine überhöhten Preise für Transaktionen zu zahlen. "Mehr Gewinn und höhere Cash Flows müssen wir jedes Quartal erwirtschaften", versprach Djalma Bastos de Morais seinen Anlegern. "Krisen kommen und gehen. Aber unser Cash Flow bleibt stets stark." Er will an seiner hohen Ausschüttungspolitik festhalten. Mindestens die Hälfte des Ergebnisses möchte er auskehren. 2010 sprudelte freilich weitaus mehr, weil mehr Cash zur Verfügung stand, als ursprünglich geplant war. Derzeit spricht allein die Dividendenrendite in Höhe von 7,2 Prozent für das Papier.


Tim Schäfer, US-Aktienexperte für Euro am Sonntag, empfiehlt CEMIG
Im vergangenen Jahr zog der Umsatz von 6,9 auf 7,7 Milliarden Dollar an. Der Überschuss legte von 1,2 auf 1,3 Milliarden Dollar zu. Knackig ist der Cash Flow, der sich von 1,4 auf gut 2,0 Milliarden Dollar erhöhte. Das Risiko ist bei einer solchen Aktie überschaubar. Die Zahl der Kunden steigt kontinuierlich. Die Nachfrage ist derart groß, dass das Strom-Imperium den Bedarf kaum decken kann. Mit 5,6 Milliarden Dollar sind die Nettoschulden vertretbar. Binnen 2,2 Jahren ließe sich der Schuldenstand, rein theoretisch, dank des hohen operativen Ergebnisses (Ebitda) tilgen.

Die Eigenkapitalrendite beträgt solide 20 Prozent. Die operative Marge ist mit 28 Prozent blitzsauber. Selbst das KGV ist mit ca. zehn moderat. Kurzum, nach der jüngsten Kurskorrektur kommen Value-Jäger auf ihre Kosten.

Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.

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