Verdi ruft für Montag bundesweit zu Streiks im kommunalen Nahverkehr auf
DOW JONES--Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen für Montag bundesweit zu Streiks aufgerufen. In der aktuellen Tarifrunde fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. Die Arbeitgeber hätten in den bisherigen Verhandlungen jedoch fast jede Verbesserung der Arbeitsbedingungen verweigert, begründete die Gewerkschaft den Streikaufruf. Teils sollen Belastungen sogar erhöht werden, etwa durch längere Schichten oder die Streichung des Krankengeldzuschusses.
In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Insgesamt betroffen sind fast 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.
Nur die etwa 5.000 Beschäftigten in Niedersachsen sind wegen der anhaltenden Friedenspflicht nicht zum Streik aufgerufen, teilte Verdi mit. Bei der Hamburger Hochbahn entscheide sich im Laufe dieses Freitags nach den aktuellen Verhandlungsgesprächen, ob die Gewerkschaft hier ebenfalls für den 2. Februar zum Streik aufrufe.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/sha/cbr
(END) Dow Jones Newswires
January 30, 2026 03:15 ET (08:15 GMT)