Aktien von Infineon und ASML im Blick: Halbleiter-Titel stabilisieren sich nach turbulenter Handelswoche

Halbleiteraktien zeigten in der vergangenen Woche Schwankungen, wobei besonders ASML mit Zahlen auffiel. Analysten und Anleger beobachten weiterhin, wie sich die Sektorwerte entwickeln.
Werte in diesem Artikel
• ASML überzeugt mit starken Q4-Zahlen und Aktienrückkauf
• Infineon bleibt trotz Margendruck im Analystenfokus
• KI-Boom stützt langfristige Nachfrage im Halbleitersektor
Die Aktien von Halbleiterherstellern haben eine durchaus bewegte Handelswoche hinter sich. Nachdem etwa die Aktien des niederländischen Technologiekonzerns ASML und des deutschen Halbleiterherstellers Infineon am Mittwoch einen Kurssprung hinlegten, setzten am Donnerstag dann Gewinnmitnahmen ein. Am letzten Handelstag der Woche scheinen sich die Bären aber zumindest in Zurückhaltung zu üben: Die ASML-Aktie gewinnt an der Euronext 1,11 Prozent auf 1.205,20 Euro, Infineon-Titel fallen auf XETRA hingegen zeitweise um 0,23 Prozent auf 41,71 Euro zurück.
ASML mit starken Zahlen als Haupttreiber des Sektors
Die jüngst starken Schwankungen der Halbleitertitel waren diversen Nachrichten aus der Branche geschuldet. Noch in der vergangenen Woche hat das US-Branchenschwergewicht Texas Instruments für Enttäuschung gesorgt: Das Unternehmen rechnet im laufenden vierten Quartal mit einem Umsatzrückgang von 7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der in Aussicht gestellte Zielkorridor für die Erlöse blieb hinter den Erwartungen zurück, ebenso die Gewinnprognose je Aktie.
Doch in dieser Handelswoche haben Brancheninvestoren wieder jubeln können: ASML hat starke Zahlen vorgelegt und übertraf im vierten Quartal 2025 die Erwartungen deutlich mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro - gegenüber prognostizierten 9,3 Milliarden Euro - und einer Bruttomarge von 52,2 Prozent. Der Nettogewinn stieg auf 2,4 Milliarden Euro, gestützt durch Aufträge aus China. Zudem verkündete das Unternehmen einen massiven 12-Milliarden-Euro-Aktienrückkauf bis 2028, was auch die Analysten von Barclays überzeugte, die prompt das Kursziel deutlich nach oben korrigierten.
Infineon: Analysten trotzen Sektorpessimismus
Die starken Zahlen von ASML trieben nicht nur die ASML-Aktie an, sondern zogen daneben auch den Konkurrenten Infineon mit. Der deutsche Halbleiterhersteller kämpft zwar trotz Sektoraufwind mit Margenherausforderungen: Die Prognose für das Fiskaljahr 2026 sieht einen Umsatz von 17 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 28 Prozent, doch hohe Capex-Ausgaben (4,3 Milliarden Euro) belasten den Free Cash Flow. UBS und Berenberg blieben aber dennoch unlängst bullisch mit Buy-Ratings, da der Automobil- (45 Prozent Umsatz) und Industriechip-Bereich von Elektrifizierung und Aufrüstung profitiert - insbesondere durch geopolitische Spannungen wie US-Zölle und NATO-Bestellungen.
KI-Boom bleibt für Infineon und ASML Megatrend
Infineon und ASML profitieren massiv vom KI-Boom, da ihre Kernkompetenzen direkt in die Hochleistungschip-Produktion einfließen. ASML liefert mit seinen EUV-Lithografiemaschinen die entscheidende Technologie für die Herstellung hochperformanter KI-Chips von NVIDIA und AMD, wo Nanometer-Präzision für immer dichtere Transistoren unerlässlich ist - ein Monopol, das den Umsatz antreibt. Infineon ergänzt dies als Spezialist für Power-Management- und Sensorchips, die in KI-Datenzentren für Energieeffizienz, Kühlung und Server-Infrastruktur benötigt werden, sowie in autonomen Fahrzeugen und Industrieanwendungen, wo KI-Algorithmen auf zuverlässige Halbleiter angewiesen sind. Gemeinsam surfen sie auf Hyperscaler-Investitionen in die Trillionen, die den Chipnachfragezyklus verlängern.
Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images, ASML
