Air Berlin stürzt tiefer in die roten Zahlen
Teures Kerosin und die Ticketsteuer haben die Fluggesellschaft Air Berlin im abgelaufenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerissen.
Trotz mehr Passagieren, deutlich höherer Erlöse und eines Steuerertrags stieg der Verlust unter dem Strich auf 272 Millionen Euro und war damit fast dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor mit 97 Millionen Euro. Der Umsatz legte nun um 14 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu, wie Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft am Freitag in Berlin mitteilte. Der operative Verlust (EBIT) blähte sich sogar von 9 Millionen auf 247 Millionen Euro auf. Vorbörslich sank der Air-Berlin-Kurs um rund vier Prozent.
"Trotz Umsatz- und Passagierrekord können wir mit dem Ergebnis des Jahres 2011 nicht zufrieden sein", sagte Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn. Für 2012 stellte Air Berlin eine Verbesserung des Ergebnisses in Aussicht. Von einem Gewinn war noch keine Rede. Dazu soll das Sanierungsprogramm "Shape & Size" 200 Millionen Euro beitragen. Auch von der Zusammenarbeit mit der arabischen Fluglinie Etihad und dem geplanten Beitritt zum Luftfahrtbündnis Oneworld verspricht sich der Vorstand Aufwind.
BERLIN (dpa-AFX)