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19.02.2018 14:31
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Die Generation Y verändert die Vermögensverwaltung

Vermögensverwalter-Kolumne: Die Generation Y verändert die Vermögensverwaltung | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne
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von Thilo Stadler, Vermögensverwalter bei der I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung Mannheim GmbH in Neuss
Von Thilo Stadler, Vermögensverwalter bei der I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung Mannheim GmbH in Neuss

In diesem Jahr werden die letzten Millenials volljährig - sie stammen allesamt aus dem Jahr 2000. Andere Angehörige der Generation wiederum stehen bereits voll im Berufs- und Familienleben und beeinflussen durch ihre Wertvorstellungen und Ideen Wirtschaft und Gesellschaft.

Wie das Statistikportal Statista mitteilt, handelt es sich bei diesen Menschen "um eine wichtige und vor allem vielseitige Zielgruppe, die sich hinsichtlich ihrer Werteorientierungen, Ziele im Leben und ihrer Einstellungen teilweise stark von älteren Generationen unterscheidet." Gleichzeitig gilt die Generation Y als gut ausgebildet, oft mit Hochschulabschluss und zeichnet sich durch einen technikaffinen Lebensstil aus.

Diese veränderten Vorstellungen wirken sich natürlich auch auf die Geldanlage aus. Ältere Angehörige dieser Gruppe verdienen Geld, haben Unternehmen gegründet und sind womöglich bereits in der Vermögensnachfolge bedacht worden. Daher haben sie bereits den Bedarf erkannt, ihr Vermögen professionell und strukturiert anzulegen.

Dies hat bereits die globale Vermögensverwaltungsgesellschaft Blackrock untersucht ("Global Investor Pulse Survey"). Diese hat zu erstaunlichen Ergebnissen geführt: Deutsche im Alter zwischen 25 und 34 Jahren agieren beim Sparen und Anlegen weniger zurückhaltend und insgesamt zielstrebiger als andere Altersgruppen. So verfügen 43 Prozent der Menschen in den alten Bundesländern neben Sparbüchern, Tagesgeldkonten und anderen Einlagen über breiter diversifizierte Investments wie Aktien, Anleihen und Immobilien. In den neuen Bundesländern sind 37 Prozent der Sparer entsprechend aufgestellt.

Das zeigt: In Vermögensfragen sind Jüngere nicht nur auf Sicherheit bedacht, sondern wollen, gerade in Zeiten des Niedrigzinses, auch wirkliche Rendite erwirtschaften. Dabei setzen sie aber weniger häufig auf den Rat echter Profis, sondern informieren sich selbst. Laut der Blackrock-Studie setzen 44 Prozent der Millenials auf das Internet, aber nur weniger als 20 Prozent auf Finanzzeitungen und -zeitschriften. Zahlen vom IFS Institute for Strategic Finance in Essen belegen, dass 67 Prozent der Young Professionals Finanzprodukte über das Internet kaufen.

Das verändert die Vermögensverwaltungslandschaft möglicherweise wesentlich. Wenn das persönliche Gespräch weniger stark im Fokus steht, geht es umso mehr um professionelle Informationen und Investment-Möglichkeiten im World Wide Web - digitale Vermögensverwaltungsdienstleistungen lassen grüßen. Diese müssen innovativ und transparent sein und die Erwartungen der Generation erfüllen, die sich laut einem Beitrag der Unternehmensberatung Deloitte besonders auf ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis beziehen. Digitale Vermögensverwaltungsdienstleistungen schaffen für diese Gruppe die notwendige Vergleichbarkeit bei Angeboten in der Geldanlage.

Will heißen: Wollen Vermögensverwalter sich in der jüngeren Generation positionieren und die Anleger dauerhaft erreichen, müssen sie ihnen mit "offenem Visier" begegnen und neue Angebote schaffen. Nur dadurch schaffen sie es, sich eine Vertrauensposition zu erarbeiten und in Zukunft als Berater dieser Menschen auftreten zu können, wenn Vermögen und Fragestellungen komplexer werden.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.v-bank.com.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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